In Teichgut

Wolf: Drei Schafe gerissen – 50 Meter vom Kindergarten entfernt

50 Meter vom Bauernhofkindergarten in Teichgut entfernt wurden drei Schafe gerissen.
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50 Meter vom Bauernhofkindergarten in Teichgut entfernt wurden drei Schafe gerissen.
  • Dennis Klüting
    VonDennis Klüting
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Teichgut/Betzhorn. Der Wolf geht um: In Teichgut waren Anfang der Woche Schafe gerissen worden (das IK berichtete). Mit großer Wahrscheinlichkeit von Isegrim, bestätigt Wolfsberater Joachim Remitz. Die Angriffsstelle liegt knapp 50 Meter vom Bauernhofkindergarten entfernt.

Erst gestern erfuhren die Mitarbeiterinnen des Kindergartens von dem Vorfall.

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„Es wird einem schon ein klein wenig mulmig, wenn man sich überlegt, wie nah sich der Wolf an Menschen heranwagt“, erklärt Imke Harms vom Bauerhofkindergarten Teichgut. „Aber die Tiere sind gut geschützt untergebracht und auf die Kinder achten wir sowieso ganz besonders.“ Genauso sieht das auch ihre Kollegin Stefanie Kramer: „Für unsere Kinder sehe ich keine akute Gefahr, dafür passen wir zu genau auf. Bei unseren Tieren ist das ein wenig anders, die sind oft alleine.“

Sie vertraut aber auf die Zäune, die das Gelände einsäumen, und die nächtliche Unterbringung in der Scheune. „Das Hühnergehege haben wir sowieso fuchssicher gemacht, da sollte es auch ein Wolf nicht allzu leicht haben“, meint Kramer. „Und auch dazu müsste er erstmal hier aufs Gelände gelangen.“

Panik hat die Nachricht vom Wolfsangriff jedenfalls nicht ausgelöst. „Genaue Maßnahmen haben wir noch nicht besprochen, dafür ist die Nachricht noch zu frisch“, erklärt Kramer. Sie geht aber davon aus, dass geplante Projekte auch im benachbarten Wald trotzdem stattfinden werden. „Es nützt nichts, große Panik zu schieben. Wir setzen uns mit dem Thema auseinander, tun das aber mit kühlem Kopf.“

Den 25 Kindern des Bauernhofkindergartens soll das Thema „Wolf“ jedenfalls auch näher gebracht werden. „Die kommen alle hier aus der Gegend, die schnappen natürlich auch solche Nachrichten auf“, so Kramer. Daher sei es umso wichtiger, dass die Kinder den Wolf als Teil der heimatlichen Natur kennen lernten und so mit solchen Neuigkeiten umzugehen lernen.

„Vor einem Jahr haben wir bei einer Fortbildung zur Waldpädagogik die Frage ‘Was tun, wenn ein Wolf kommt’ eher belächelt“, gesteht Harms. „Heute bin ich froh, dass es behandelt wurde.“

Von Dennis Klüting

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