Drei Bomben entschärft

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Nach nur 35 Minuten hatte das Team vom Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen aus Hannover die drei amerikanischen Fliegerbomben entschärft.

Wesendorf - Von André Pohlmann. Drei amerikanische Fliegerbomben hat gestern der Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz südlich der Wesendorfer Kaserne unschädlich gemacht. Die Entschärfung der drei Blindgänger gelang Sprengmeister Hans Mohr und seinem fünfköpfigen Team in nur 35 Minuten – doch vorausgegangen war eine großangelegte Evakuierungsaktion. Rund ein Drittel der Häuser im Ferienhausgebiet am Pilz – etwa 40 Gebäude – mussten geräumt werden. Zudem wurde die B 4 ab 13 Uhr für die halbe Stunde, in der die Bomben entschärft wurden, zwischen der Krümme und dem Abzweig Ummern voll gesperrt.

Die gestrige Bombenräumung wird aller Voraussicht nach nicht die letzte Aktion dieser Art in Wesendorf in diesem Jahr bleiben. Schon im Februar sollen weitere nicht detonierte Sprengkörper in der Umgebung der ehemaligen Hammerstein-Kaserne geräumt werden, kündigte Samtgemeindedirektor Walter Penshorn gestern an.

Der Hintergrund: Auf Antrag von Bauwilligen erstellt die Verwaltung derzeit Bebauungspläne im Bereich der Kaserne. Im Zuge dieses Verfahrens gibt auch der Kampfmittelbeseitigungsdienst seine Einschätzung ab, so dass Bomben, die über Jahrzehnte im Heidesand schlummerten, nun aufgespürt und beseitigt werden. Der Fundort der Bomben, die gestern erfolgreich beseitigt wurden, lag dabei noch vergleichsweise günstig, so Penshorn. Weitere brisante Altlasten aus dem Zweiten Weltkrieg seien noch näher am bewohnten Gebiet zu erwarten, so dass dann noch mehr Menschen für die Zeit der Entschärfung ihre Häuser verlassen müssen.

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