Praktisch: In Ummern können die Bürger ihre Waren direkt vom Grundstück aus verkaufen

Das Dorf – ein einziger Flohmarkt

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Vor dem Gemeindezentrum grillten die Jungschützen, innen verkauften die Mitglieder der Mädchenkompanie Kuchen.

Ummern. Das Wetter passte, und genug Material war ebenfalls vorhanden. Die Bürger nutzten am Sonntag bereits zum dritten Mal die Gelegenheit, beim großen Dorfflohmarkt in Ummern ihre Waren an die Käufer zu bringen.

Praktischer geht es kaum, die Wege vom eigenen Heim bis zum Verkaufsort waren extrem kurz.

Von Kleidung, Büchern über Spielsachen bis hin zu historischen Nähmaschinen und anderen interessanten Gegenständen aus grauer Vorzeit wurde auf den eigenen Grundstücken so ziemlich alles in den Gemeindeteilen Ummern und Pollhöfen angeboten, dazu gehandelt und gefeilscht. Organisatorin Bianca Giere hatte Lagepläne der beiden Ortschaften mit den Standorten der teilnehmenden Flohmarktbeschicker angefertigt und im Gemeindezentrum ausgelegt.

Vor allem entlang der Dorfstraße, aber auch auf dem Moordamm und dem Gifhorner Weg samt Nebenstraßen ballten sich die Verkäufer, die es sich vor ihren Häusern gemütlich gemacht hatten und auf die Kunden und Interessenten warteten. Die kamen im Laufe des sonnigen Tages auch, wie man an den vielen parkenden Autos feststellen konnte, nicht nur aus der näheren Umgebung. „Die Reichweite ist riesengroß. Ich habe im Vorfeld viel Werbung gemacht, auch in den sozialen Netzwerken“, merkte Giere an, die selber auch Kunstgegenstände anbot. Auch die anderen Verkäufer hatten kräftig geworben und den Termin im Internet gepostet. „Alle waren sehr aktiv“, lobte Giere. „Es kann jeder verkaufen, was er will“, sagte sie. Giere hatte im Vorfeld Flugblätter an alle Haushalte verteilt.

Eine Anmeldung war obligatorisch, dazu war als Standgebühr ein Kuchen zu entrichten. Die Backwaren gingen an die Mitglieder der Mädchenkompanie, die diese dann im Gemeindezentrum verkauften. Vor dem Gebäude grillten die Jungschützen Würste und Steaks. Der Erlös aus beiden Verkaufsaktionen soll dem Schützennachwuchs zugutekommen, sagte Giere. „Aus dem Dorf für das Dorf“, nannte sie das. „Es bleibt alles im Ort.“

Vor allem dem guten Wetter, aber auch der Gemütlichkeit geschuldet, saßen etliche Gäste vor dem Gemeindezentrum und ersparten sich so zur Mittagszeit das eigene Kochen. Auch mit dem Zuspruch der Verkaufsstände war Giere sehr zufrieden. Waren es bei der Premiere noch 60 Teilnehmer, im vergangenem Jahr rund 100, gab es in diesem Jahr 75 Verkaufsstände. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr sei der Einschulung und anderen Veranstaltungen an dem Wochenende geschuldet, sagte sie. Das Interesse am Dorfflohmarkt sei nach wie vor da.

Von Burkhard Ohse

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