Maßnahmen an Schulen in der Samtgemeinde Wesendorf

Vorbereitungen für den Ganztag

Der Eingangsbereich der Groß Oesinger Regenbogenschule
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Die Regenbogenschule in Groß Oesingen
  • Dennis Klüting
    vonDennis Klüting
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Wesendorf/Groß Oesingen – Das Szenario B bereitete an der Wesendorfer Grundschule am Lerchenberg und an der Groß Oesinger Regenbogenschule keine großen Schwierigkeiten: „Wir hatten die Kinder ja schon länger hier im Wechsel“, erklärte der Wesendorfer Schulleiter Jörg Bratz im IK-Gespräch. „Von unserer Seite aus klappt das wirklich gut.“

Lob für die Eltern

Ein besonders großes Lob sprach Bratz den Eltern aus, von denen aktuell viel abverlangt werde: „Die leisten einfach Unglaubliches – und das seit mehr als einem Jahr!“ Sie müssten ihre Kinder an mehreren Tagen pro Woche selbst betreuen und dazu auch im Homeschooling unterstützen. „Obendrein gibt es auch Kinder, die nicht in die Schule kommen können: Beispielsweise weil das Kind nicht getestet werden soll oder es oft Nasenbluten bekommt“, führte Bratz aus. „Diese Kinder müssen dauerhaft zu Hause betreut werden – was für die Eltern natürlich eine enorme zusätzliche Belastung bedeutet.“

An der Wesendorfer Grundschule soll zudem bereits ab dem kommenden Schuljahr eine ganztägliche Betreuung angeboten werden. „Die Genehmigung des Kultusministeriums liegt aktuell aber noch nicht vor“, sagte Bratz. Geplant ist, anders als in vielen anderen Einrichtungen, auch nachmittags eine Betreuung in festen Gruppen anzubieten. „Es soll eine gezielte, pädagogische Betreuung werden“, führte Bratz aus. Daher sollen die Eltern ihre Kinder auch nur pauschal für Montag bis Donnerstag anmelden können, einzig die Betreuung am Freitag soll optional sein. „Mit dieser Kontinuität haben wir die Grundlage für eine pädagogisch wertvolle Betreuung“, sagte Bratz.

Kleine Klassen als Vorteil

Auch an der Groß Oesinger Regenbogenschule bereitet das Szenario B keine großen Probleme, wie Rektorin Anja Preißner sagte. „Die dritten und vierten Klassen sind bei uns klein genug, dass wir die ganze Zeit über den Präsenzunterricht in den kompletten Klassen mit genügend Abstand und unserem Hygienekonzept aufrecht erhalten konnten.“ Einzig die ersten und zweiten Klassen mussten geteilt werden. „Das war aber kein Problem“, sagte Preißner.

Auch an der Regenbogenschule laufen die Vorbereitungen für den Ganztagsbetrieb, der allerdings erst für das Schuljahr 2022/23 vorgesehen ist. Denn die Samtgemeinde baut aktuell eine Mensa auf dem Schulgelände, um den Schülern ein warmes Mittagessen anbieten zu können (das IK berichtete). Die Bauarbeiten liegen laut Samtgemeindebürgermeister René Weber gut im Zeitplan. „Laut unserem Architekten soll die Mensa zum August fertig werden, sodass wir den Betrieb voraussichtlich zum 1. September aufnehmen können“, so Weber. Nach der Fertigstellung müsse sie natürlich erst noch eingerichtet werden, bevor es dort losgehen kann.

In der Mensa soll es schon Essen geben, bevor der Ganztagsbetrieb im Sommer 2022 aufgenommen werden soll. „Das wird spannend: Melden die Eltern ihre Kinder dann nur zum Essen oder auch zur anschließenden Betreuung an?“, fragte sich der Verwaltungschef.

Auch an der Wahrenholzer Grundschule soll zum Schuljahr 2022/23 der Ganztagsbetrieb eingeführt werden. Dazu soll das ehemalige Bürgerhaus, in dem bislang eine Nachmittagsbetreuung angeboten wurde, zu einer Mensa umgebaut werden. Diese Maßnahme ist bislang noch nicht angelaufen, soll aber auch bis zum Sommer kommenden Jahres abgeschlossen sein.

Dann soll an allen drei Grundschulen in der Samtgemeinde Wesendorf nicht nur ein warmes Mittagessen, sondern auch eine ganztägige Betreuung angeboten werden.

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