Wesendorf: Feuerschutzausschuss inspiziert Gerätehäuser / Diskussion um Beschaffungzeiträume und Pläne

„Der Rüstwagen macht uns Probleme“

Die Mitglieder des Feuerschutzausschusses besuchten die Wehren in der Samtgemeinde Wesendorf und sprachen, wie hier in Schönewörde, über Probleme und Verbesserungen. Fotos: Scholz

Samtgemeinde Wesendorf. „Eigentlich ist unsere Einrichtung neu, doch das Problemkind ist die Fahrzeughalle, denn dort fehlt die Heizung“, erklärt Rolf Feldmann, ehemaliger Ortsbrandmeister in Schönewörde, den Ausschussmitgliedern für Feuerschutz bei deren Bereisung.

„Eigentlich müsste die Temperatur in der Halle sechs Grad betragen, damit das Löschwasser nicht einfriert und die Fahrzeuge nach einem Einsatz abtrocknen können“, informiert Bauamtsleiter René Weber.

Ein weiteres Problem stelle ein Wassereinbruch beim Tor dar, denn dieses schließe nicht abdeckend. Die Ausschussmitglieder berieten über die einfachste und schnellste Lösung. Wäre eine Ausgleichsschiene möglich? Dann bliebe aber zu bedenken, dass die Rinne vom Fahrzeug befahrbar sein müsse. In Schönewörde seien die Probleme jedoch schnell zu beheben.

Ganz anders sieht es da in Wahrenholz aus. Die Fenster sind nicht mehr auf dem neusten Stand der Technik, lassen sich teilweise schwer öffnen und, wie der Wärmeverbrauchsvergleich zeigt, stieg der Verbrauch von 66 491 auf rund 80 000 Kilowatt/Jahr an. Ein Grund dafür könnten auch die Fenster sein. An der Außenfassade zwischen den Toren blättert die Farbe ab. Kein großes Problem, aber nicht schön anzusehen, meint Weber.

Hitzige Diskussionen kommen in der Fahrzeughalle auf. „Der Rüstwagen (RW) macht Probleme. Das Getriebe ölt, die Kotflügel sind durchgerostet und der Generator macht uns auch Sorgen“, erläutert Volker Lampe, Gerätewart in Wahrenholz, den Ausschussmitgliedern. Der RW sei bereits 30 Jahre alt. Es müsse dringend über ein neues Fahrzeug nachgedacht werden.

Dem stehen die Ausschussmitglieder allerdings ablehnend gegenüber, denn laut Plan sei die Ersatzbeschaffung des RWs erst für 2016 geplant. Unverständlich für Volker Lampe: „Ich kann nicht verstehen, warum immer so streng an dem Plan festgehalten wird.“ Auch bei der anschließenden Ausschusssitzung herrschte Diskussionsbedarf über den Zustand der Wahrnholzer Fahrzeuge.

„Ich habe Bauchschmerzen, wenn ich an die Fahrzeugbeschaffung in Wahrenholz denke. Können wir Wahrenholz nicht schon für 2013 und 2014 vorziehen?“, stellt Torsten Winter, Gemeindebrandmeister, die Frage in die Runde.

Dem steht Samtgemeindebürgermeister Walter Penshorn entgegen: „Dann müssen wir aber auch wissen, wie wir es finanzieren können – durch Umlage oder Fremdfinanzierung, sprich Kredite.“ Das müsse, laut Penshorn, im Rat entschieden werden. Fest stehe jedoch, dass sich die Gebäude alle in einem guten Zustand befänden, die „Geräte haben jedoch ihr Alter“. Hartmut Bödecker, Bürgermeister von Wagenhoff, versuchte zu schlichten: „Die Fahrzeuge sind doch bald wieder TÜV reif, dann werden wir doch sehen, was passiert.“

Doch das lehnt der Gemeindebrandmeister strikt ab: „Planungssicherheit ist wichtig. Die Beschaffung von Fahrzeugen braucht außerdem seine Zeit. Das geht nicht so schnell. Hier wissen wir schon jetzt, dass etwas krank ist und wir sollten handeln.“ Die Mitglieder des Feuerschutzausschusses der Samtgemeinde Wesendorf befürworteten den Beschlussvorschlag über das Haushaltsprodukt Brandschutz 2013 auf der Sitzung mit einer Enthaltung.

Von Maike Scholz

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