Schützenfest in Wesendorf / Großer Andrang beim gestrigen Königsfrühstück

Christin Thiemer siegt im Familienduell

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Prall gefüllt war der Festsaal in Wesendorf: Schützenkönig Rene Heinecke hat als eine seiner letzten Amtshandlungen zum Königsfrühstück geladen.

Wesendorf. Von Emotionen überwältigt wurde Christin Thiemer. Sie ist seit Donnerstagabend die Damenkönigin der Schützengesellschaft im Jubiläumsjahr. Dabei hatten sich etliche Schützinnen sehr viel Mühe gegeben, den Titel zu erringen.

22 von ihnen kamen ins erste, immer noch sechs ins zweite Stechen. Bemerkenswert hohe Zahlen, wie die Verantwortlichen feststellten.

Christin Thiemer, Britta Winkler (links) und Marina Thiemer sind das neue Dreigespann bei den Damen. Cousine und Tante (hinten) freuen sich mit.

Am Ende wurde es dann fast eine Familienangelegenheit. Denn auf den zweiten Platz kam Britta Winkler, Thiemers „zweite Mutti“, und den dritten holte sich mit Marina Thiemer die „richtige Mutti“. Das war umso bemerkenswerter, als dass Winkler, gleichzeitig Chefin der Damenkompanie, den Posten der Schießsportleiterin bei den Damen und Marina Thiemer das Amt der Vereinsschießsportleiterin innehat. Beide haben allein schon daher alles gegeben. Am Ende aber hatte die Tochter die Nase vorn. Ein knappes Rennen also mit einer großen Beteiligung, wie Winkler resümierte.

Und dann kam die emotionale Proklamation durch Schützenoberst Jürgen Hildebrandt. Danach gab es für die Mitschützinnen, Freunde und Verwandten der neuen Damenmajestät Christin Thiemer kein Halten mehr. Großer Jubel, viele Umarmungen, Tränen der Freude.

Und auch gestern wurde munter weitergefeiert. Um 11 Uhr versammelte sich die Schützengesellschaft mit zahlreichen Gästen im Schützenhaus zum traditionellen Königsfrühstück. Der Vorsitzende Udo Fromhage entband die Schützen angesichts des sommerlichen Wetters für die Festtage von der üblichen Huttragepflicht. „Einige sollten den Hut aber vielleicht doch besser aufbehalten – sonst gibt’s nen Sonnenbrand“, scherzte Fromhage.

Der Musikzug sorgte für die passende Klangkulisse.

Er begrüße im prall gefüllten Festsaal die Schützen aus den eigenen Reihen, die aus befreundeten Vereinen sowie auch die zahlreichen Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Kultur. Darunter nannte er Bürgermeister Holger Schulz, Samtgemeindebürgermeister René Weber, Ingrid Klopp, die der Veranstaltung letztmalig in ihrem Amt als CDU-Landtagsabgeordneten beiwohnte, sowie Pastor Bernd Fricke. Fromhage sprach seinen Dank dem Musikzug aus, der den Vormittag zusammen mit dem Spielmannszug und dem Heidemusikcorps Kraniche musikalisch begleitete.

Der noch amtierende Schützenkönig Rene Heinecke begrüßte ebenfalls die Anwesenden und betonte, was für eine positive Erfahrung das vergangene Schützenjahr für ihn gewesen sei. Für seine Ankündigung von Freigetränken erntete er kräftigen Beifall – und aus den Reihen der Jungschützen tosendes Geklapper mit Geschirr. Die Jungschützen sorgten vor dem Essen noch einmal für Aufsehen, als sie sich bei den Händen nahmen und intonierten: „Piep, piep, piep, wir haben uns alle lieb...“

Von Burkhard Ohse und Dennis Klüting

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