Großinvestor Denis Lavrov überrascht Wesendorfer Bauausschuss mit neuem Konzept

Campus-Abschnitt als Wohnraum?

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Teile des Jugendcampus Wesendorf will der Großinvestor nun als Wohnraum nutzen.

Wesendorf. Ein neues Konzept für den Jugendcampus Wesendorf: Mit einem Antrag auf Änderung des Bebauungsplans bereitete der Großinvestor Denis Lavrov einigen Mitgliedern des Bauausschusses der Gemeinde Wesendorf Bauchschmerzen.

Zuerst sollte es ein reiner Jugendcampus werden. Dann sollten dort zusätzlich Flüchtlinge untergebracht werden. Nun will Lavrov einen Teil der Gebäude auf dem ehemaligen Gelände der Hammerstein-Kaserne in Wohnraum umwandeln. Die entsprechenden Flächen und Gebäude befinden sich im östlichen Teil des Geländes, auch einige ursprünglich als Ausgleichsflächen genutzte Waldgebiete sollen umgewandelt werden.

„Aufgrund der Nähe zum Gewerbegebiet Hammerstein-Park und zur ausgewiesenen Konzertfläche des Jugendcampus ist die Nutzung einiger Gebäude für dauerhaftes Wohnen nicht zulässig“, erklärte Wesendorfs Gemeindedirektor Holger Schulz bei der Sitzung des Bauausschusses am Montagabend. „Daher soll dort betriebsbedingtes Wohnen stattfinden.“ Im nördlichen Bereich könne dauerhaftes Wohnen realisiert werden. „Dort könnten, je nach Aufteilung, etwa 140 Wohnungen entstehen“, schätzte Schulz.

Ferner sollen sich dort auch gewebliche Betriebe ansiedeln können. Daher hat Lavrov den Antrag gestellt, das Areal in Mischgebiet umzuwandeln. Die bereits für den Jugendcampus umgebauten Gebäude sollen erhalten bleiben, das Areal ist von der Umwandlung nicht betroffen und soll auch weiterhin als Sonderfläche Jugendcampus bestehen. Unterbringungsmöglichkeiten für Campusbesucher seien durch einen Hotelkomplex gegeben, berichtete Schulz.

Eigentlich war für die Sitzung des Bauausschusses schon ein Beschluss über die Empfehlung der Satzung an den Gemeinderat angesetzt. Doch diese konnte nicht erfolgen, da der Investor den Straßenverlauf noch einmal geändert hatte. Dies bedarf einer erneuten Auslegung des Bebauungsplanes.

Mit einer Beschlussfassung hätten sich die Ratsmitglieder zum Teil auch schwergetan, denn diese waren von dem Richtungswechsel des Großinvestors geradezu überrumpelt.

Von Dennis Klüting

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