Schönewörder Gemeinderat beschließt außerplanmäßige Kosten

Schönewörde: Bushaltestellen werden teurer

+
Aufgrund von Preiserhöhungen beim Ausbau der Bushaltestellen in Schönewörde mussten weitere Kosten im Nachtragshaushalt 2019 eingestellt und beschlossen werden.

Schönewörde – Während der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Schönewörde standen am Mittwochabend einige außerplanmäßige Ausgaben und damit letztendlich der Nachtragshaushalt für das Jahr 2019 auf der Tagesordnung.

Ölrückstände am Ölwerk gefunden

Vorweg berichtete Bürgermeister Gerald Flohr (CDU) über die Leckagen bei der Ölförderung im Nordkreis, von denen auch das Ölwerk der Vermillion in Schönewörde nicht ganz ausgeschlossen ist, da in einem Graben am Ölwerk Ölrückstände aufgetreten sind und die Untersuchung zurzeit noch läuft. „Wir befinden uns hier in einem Trinkwasserschutzgebiet und müssen strengstens darauf achten, dass Ölaustritte an Rohrleitungen vermieden und gemeldet werden“, sagte Flohr.

Beleidigung von Ehrenamtlichen

Ferner berichtete er, dass sich kein Landwirt aus Schönewörde für das im Dorferneuerungsprogramm vorgesehene Projekt „Klimaschutz in der Landwirtschaft“ gemeldet habe, der Ortsbrandmeister Mario Präger mit Wirkung vom 11. November zurückgetreten und das er wegen des Abrisses eines alten Schuppens in der Dorfstraße von Anwohnern mit nicht zu rechtfertigen Schimpfworten schwer beleidigt worden sei. Flohr machte darauf aufmerksam, dass derartige Fälle direkt der Polizei zu melden seien, wenn Amtspersonen angegriffen und beleidigt werden. Der Umgang miteinander und untereinander müsse sich grundlegend ändern, damit alle Ehrenamtlichen, die ihre Freizeit für die Allgemeinheit opfern, nicht selbst zu Opfern werden, sagte Flohr. Das betreffe auch Vereinsvorstände gleichermaßen und müsse in der Außendarstellung verbessert werden.

Lebendiger Adventskalender

Abschließend lobte der Bürgermeister die Jungschützen besonders für ihren Einsatz beim Laubabfahren.

Zudem lud er die Bevölkerung zum lebendigen Adventskalender am Freitag, 20. Dezember, 18.30 Uhr in die Straße Am Kamp ein, die anschließend dem öffentlichen Straßenverkehr freigegeben werden soll.

Nachtragshaushalt

Philipp Dreyer, Kämmerer der Samtgemeinde Wesendorf, trug die Veränderungen des Haushalts 2019 vor, die zum Jahresabschluss korrigiert werden müssen. Bedingt durch die Verteuerung beim Ausbau der Bushaltestellen wie unter anderem in der Lindenstraße, wo die Kosten von geplanten 65 000 Euro auf nunmehr 98 800 Euro stiegen, oder etwa der Machbarkeitsstudie zur Sanierung des Sport- und Gemeindezentrums, die 11 000 Euro kostete, mussten außerplanmäßige Ausgaben vorgenommen werden, sagte Dreyer. Zusätzlich mussten 2800 Euro für die Veräußerung eines Wirtschaftsweges aus 2016, 1500 Euro zur Erhöhung der Rückstellungen nicht genommener Urlaubs- und Überstunden im Haushaltsjahr 2017 sowie 15 000 Euro für den Kauf einer Ackerfläche von 4851 Quadratmetern zuzüglich der Nebenkosten im Nachtragshaushalt eingestellt werden. Die Beschlüsse fielen einstimmig.

VON HANS-JÜRGEN OLLECH

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare