Fachkräftemangel als „große Bremse“

Bundesarbeitsminister Heil zu Besuch im Wesendorfer Hammerstein-Park

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Diskutierten zu Fachkräftemangel, Infrastruktur und Baugenehmigungen: Tobias Heilmann (v.l.), Kai Lange, Hubertus Heil und Siegfried Weiß.

Wesendorf – Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) machte gestern eine Tour durch seinen Wahlkreis.

Eine seiner Stationen war dabei der Wesendorfer Hammerstein-Park, wo er sich zusammen mit dem Landtagsabgeordneten Tobias Heilmann (SPD) mit Besitzer Kai Lange über die Nutzung, das Potenzial und die Probleme unterhielt. Besondere Schwerpunkte waren dabei der Fachkräftemangel, die Verkehrsinfrastruktur und Baugenehmigungen. „Mich verbindet ja eine lange Geschichte mit diesem Ort“, so Heil. „Daher ist heute eine gute Gelegenheit für ein Update. “.

So berichtete Lange, dass der technische Teil des Gewerbegebiets zu ausgelastet sei. Eine große Rolle dabei spielen Dienstleistungen für die Automobilindustrie, viel habe mit dem Bau von Prototypen zu tun. Der Freizeitbereich ist mit Paintball, Bogenschießen und dem Fahrsicherheitstraining breit aufgestellt. Auf Letzteres habe man sich „spezialisiert“. Insgesamt seien im Hammerstein-Park 18 Firmen ansässig. „Wir haben 300 Mitarbeiter hier“, sagte Lange. Heil bezeichnete dies als „erfolgreiches Beispiel der Konversion“.

Besonders im hinteren Teil des Gebiets bestehe noch Wachstumspotenzial, wie Lange sagte. Aber: „Das Problem dabei ist das zähe Verfahren für Baugenehmigungen“, erklärte Lange. „Es dauert einfach zu lange, bis ein Vorhaben umgesetzt werden kann.“ Dadurch seien Lange bereits mehrere Firmen abgesprungen, deren Vorhaben nicht im Zeitrahmen realisiert werden konnten. „Eine große Bremse für uns“, so der Unternehmer.

Eine weitere Hürde stelle der Fachkräftemangel dar. „Wir haben zahlreiche Anfragen von Unternehmen“, so Lange. „Aber uns fehlen die nötigen Kräfte, wir können die gar nicht alle bedienen. Ein Riesenproblem, es fehlt die Manpower!“ Heil stimmte zu: „Allgemein ist der Fachkräftemangel ein großes Wachstumshindernis.“

Durch die Nähe zur B 4 verfügt der Hammerstein-Park über eine gute Anbindung. Dennoch besteht die Hoffnung, diese mit dem Ausbau der A 39 noch verbessern zu können. Bei der Umsetzung hatte Wesendorfs stellvertretender Bürgermeister Siegfried Weiß (SPD) aber Zweifel: „Erst gestern hatten wir das Thema noch im Kreistag. Das wird uns noch ein wenig begleiten, fürchte ich.“

VON DENNIS KLÜTING

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