Wesendorfer Anlieger sind mit Ausbauplänen für 14 Straßen nicht einverstanden

Bürger suchen den Dialog

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Der Katzenberg ist eine von 14 Straßen in Wesendorf, die in den kommenden Jahren saniert werden soll. Anwohner aller Straßen haben sich nun zusammengeschlossen, um gemeinsam gegen anfallende Ausbaubeiträge vorzugehen.

Wesendorf. Anliegerbeiträge für Straßensanierungen sind ein allgemein umstrittenes Thema. Der Wesendorfer Gemeinderat hatte sich im August dafür entscheiden, die Beiträge weiterhin zu erheben und auch das Straßensanierungsprogramm fortzusetzen.

Den Anwohnern stieß das sauer auf, vereinzelt bildete sich Widerstand (das IK berichtete). Dieser wird nun aber massiver.

Mit einer Unterschriftensammlung wollen die Anlieger den geplanten Sanierungen von 14 Straßen widersprechen. „Rund 75 Prozent der Anwohner haben schon unterschrieben“, sagte Initiator Claus Hildebrandt. Einigen, wie ihm auch selbst, gehe es dabei ums Prinzip, wie Hildebrandt ausführt. Sie fänden es „unmöglich, dass die Gemeinde jahrelang keine Maßnahmen unternommen hatte, nun aber direkt die Anwohner zur Kasse bitten möchte.“ Einen entsprechenden Vorwurf, den Hildebrandt beim ersten offenen Bürgerstammtisch der SPD vorgebracht hatte, hatten Bürgermeister Holger Schulz und sein Stellvertreter Andreas Hoffmann vehement zurückgewiesen.

Andere Anlieger hätten Schwierigkeiten, das Geld aufzubringen. „In der Kasernensiedlung beispielsweise sind nur es vergleichsweise wenige Anlieger an einem langen Stück Straße“, führte Hildebrandt aus. „Die machen sich natürlich Sorgen.“ Auch junge Familien oder Senioren hätten oft Schwierigkeiten, das nötige Geld zurückzulegen.

Die Bürger suchen nun den Dialog mit der Gemeindeverwaltung – „auf Augenhöhe“, wie Hildebrandt betonte. Die Gründung einer Bürgerinitiative sei durchaus möglich. Hildebrandt hofft, dass statt Ausbauarbeiten mit Anliegerbeteiligung kostengünstigere Sanierungsmaßnahmen mit Abfräsen und der alten und Auftragen einer neuen Fahrbahndecke erfolgen können – nicht nur im Katzenberg, wo er selbst Anlieger ist, sondern auch in den anderen 14 Straßen.

Von Dennis Klüting

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