Und die „schwarzen Flecken“?

Breitbandausbau in der Samtgemeinde Wesendorf nicht für alle Haushalte

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Schönewörde gilt als schwarzer Fleck und wird daher vorerst nicht ans Glasfasernetz angeschlossen. 

Samtgemeinde Wesendorf – Mit dem Glasfasernetz des Landkreises Gifhorn sollen künftig bisher unterversorgte Haushalte einen schnellen Zugang ins Internet bekommen. Damit sollen die sogenannten weißen Flecken in der digitalen Landkarte gefüllt werden.

Was aber passiert mit den schwarzen Flecken in der Samtgemeinde Wesendorf?.

Haushalte, die bereits mit 30 Mbit pro Sekunde oder mehr ins Internet gelangen, werden nämlich per se erstmal nicht ans Glasfasernetz des Landkreises angeschlossen. Dies betrifft auch Straßen, die vielleicht momentan noch unterversorgt sind, für die die Telekom jedoch eine Verbesserung des Vektorings angekündigt hat. Wer dennoch an das zukunftsfähige Glasfasernetz des Landkreises angeschlossen werden möchte, kann der Betreiberfirma net services, die die Anschlüsse unter der Marke Giffinet vertreibt, das Interesse für einen solchen Anschluss bekunden: www.giffinet.de/interessenbekundung. Giffinet hat signalisiert, auch Anschlüsse in schwarzen Flecken ausbauen zu wollen, wenn sich dies wirtschaftlich rechne. Jedoch fließen dafür keinerlei Fördergelder.

„Die Kommunen dürfen nicht in Konkurrenz zu den bestehenden Internetanbietern treten“, erklärte Samtgemeindebürgermeister René Weber bei einer entsprechenden Bürgerfrage bei der jüngsten Gemeinderatssitzung in Groß Oesingen. „Es ist ausdrücklich verboten, schwarze Flecken mit Subventionsgeldern zu erschließen.“ Entsprechend würden Anwohner anfallende Anschlusskosten voraussichtlich selbst tragen müssen, wenn Giffinet sich zu einem Ausbau eines schwarzen Flecks bereit erklären würde.

Während dies bei einzelnen Straßen noch denkbar erscheint, scheint ein zeitnaher Anschluss ans Glasfasernetz für Schönewörde unwahrscheinlich. Der Ort gilt vollständig als schwarzer Fleck. „Daher glaube ich nicht, dass wir angeschlossen werden, selbst wenn hier die Bürger vermehrt ihr Interesse für einen Anschluss bekunden“, sagte Bürgermeister Gerald Flohr. „Der Aufwand, einen ganzen Ort neu anzuschließen, ist ja ungleich höher als bei einer einzelnen Straße.“ Er könne nur darauf hoffen, dass möglichst bald die Anforderungen für weiße Flecken angepasst werden und Schönewörde dann angeschlossen werden kann. Weber teilt diese Hoffnung: „Das könnte dann vermutlich auch wieder mit Fördergeldern geschehen.“

VON DENNIS KLÜTING

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