Wesendorfer Gemeindefeuerwehr: Zahl der Aktiven steigt

74 Brände im vergangenen Jahr

+
Für langjährige Verdienste überreichte Samtgemeindebürgermeister René Weber (stehend, v.r.) an Friedrich Wilhelm Menzendorf, Matthias Herter und Olaf Pieper den Feuerwehrverdienstorden.

Wesendorf. Unwetter hatten im Jahr 2015 die Zahl der Einsätze der Ortsfeuerwehren der Wesendorfer Gemeindewehr in die Höhe schnellen lassen. 2016 sank die Summe der Alarmierungen wieder auf das durchschnittliche Niveau.

Gemeindebrandmeister Torsten Winter fasste in der Dienstversammlung der Gemeindewehr das vergangene Jahr in einigen Zahlen zusammen.

Insgesamt rückten die 8 Wehren der Samtgemeinde Wesendorf 166 mal aus. 74 Brände wurden bekämpft, bei 65 Alarmierungen wurde technische Hilfe geleistet. Insgesamt fielen bei Einsätzen 2086 Dienststunden an. Für Aus- und Fortbildung wurden 33 645 Stunden investiert. 22 Kameraden wurden nach erfolgreicher Truppmannausbildung in den aktiven Dienst übernommen. Nach allen Zu- und Abgängen stieg die Vorjahreszahl der Aktiven um 18 Kameraden auf 437.

Mit den im letzten Jahr beschafften Fahrzeugen und Geräten sowie den nun eingeleiteten Ersatzbeschaffungen seien die größten Herausforderungen der Feuerschutzkonzeption von 2013 umgesetzt worden, so Winter. In seinem Bericht nahm er auch zu grundsätzlichen Themen der Freiwilligen Feuerwehr Stellung: Bei der erneuten Diskussion über die Altersregelung bei der aktiven Dienstzeit seien auch klare Regeln für Unfallschutz und Versicherung als verlässliche Grundsicherung zu formulieren.

Diese Kameraden nahmen in der Dienstversammlung ihre Beförderung entgegen.

Die Bemühungen um neue Mitglieder funktionierten „einigermaßen konstant“. Auffällig sei jedoch, dass nur wenige Bürger mit Migrationshintergrund zu den aktiven Mitgliedern zählten. Das System der ehrenamtlichen Feuerwehr sei in vielen Herkunftsländern unbekannt, das Ansehen der dort militärisch geführten Feuerwehren gering. Das große Vertrauen, das die Freiwilligen Feuerwehren hierzulande genießen, müsse stärker hervorgehoben werden, das militärische Erscheinungsbild entstaubt werden.

Viele Beförderungen und Ehrungen wurden am Ende der Dienstversammlung vorgenommen (siehe Kasten).

Von Marion Schuckart

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare