Mahrenholz: ThyssenKrupp bestätigt Einigung mit Marmetschke

Der Betrieb geht weiter

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Holzschwellenstapel hinter zwei Gleisarbeitern: Nachschub könnte nun auch wieder aus Mahrenholz kommen.

Mahrenholz. Der Streit um den Betriebsübergang des Mahrenholzer Holzschwellenwerks (das IK berichtete) scheint ein Ende gefunden zu haben: ThyssenKrupp und Willibald Marmetschke haben eine Einigung unterzeichnet.

Das jedenfalls bestätigte Stefan Ettwig, Pressesprecher von ThyssenKrupp, gestern auf IK-Anfrage. „Es hat eine Einigung geben: Herr Marmetschke erkennt den Betriebsübergang grundsätzlich an“, erklärt Ettwig. Seinen Informationen zufolge sei der Betrieb zum Teil wieder eröffnet. Über die Einigung sollen die Mitarbeiter wohl in Kürze informiert werden. „Gerade im Sinne der betroffenen Mitarbeiter bin ich sehr erfreut darüber, dass jetzt Klarheit über die Situation herrscht“, sagt Ettwig.

Das Mahrenholzer Holzschwellenwerk war zum Jahresende geschlossen worden, da ThyssenKrupp sich von der Sparte Gleistechnik getrennt hatte. Kündigungen für die Mitarbeiter gab es jedoch nicht. Diese standen dann am 2. Januar arbeitsbereit vor verschlossenen Toren. ThyssenKrupp gab an, dass es einen Betriebsübergang gegeben habe und die Mitarbeiter des Werks nun beim Käufer Marmetschke angestellt seien. Dieser stritt den Betriebsübergang jedoch ab. Damit hingen die Mitarbeiter in der Luft.

Da keiner mit einer so zügigen Einigung der beiden Parteien gerechnet hatte, erarbeitete die IG Metall Wolfsburg eine Lösung, bei der trotz bestehender Arbeitsverträge ein Antrag auf Arbeitslosengeld möglich ist. Dieses werden die betroffenen Mitarbeiter nun wohl doch nicht mehr in Anspruch nehmen müssen. Marmetschke war bis Redaktionsschluss nicht erreichbar.

Von Dennis Klüting

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