Dauerlösung im Gemeindehaus der Friedenskirche angedacht

Bekommt Groß Oesingen eine zweite Kita?

Eine dauerhafte Kita im Gemeindehaus der Groß Oesinger Friedenskirche? Das war Thema eines fraktionsübergreifenden Treffens mit dem Kirchenvorstand und der DRK-Kita-Leitung.
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Fraktionsübergreifendes Treffen zur dauerhaften Einrichtung einer DRK-Kita im Gemeindehaus der Groß Oesinger Friedenskirche
  • Dennis Klüting
    vonDennis Klüting
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Groß Oesingen – Für die provisorische Kita-Gruppe im Gemeindehaus der Groß Oesinger Friedenskirche besteht Handlungsbedarf: Eine erneute Verlängerung der Betriebsgenehmigung erscheint fraglich, die Gruppen im Hauptgebäude der DRK-Kita sind vollständig besetzt. Eine mögliche Lösung wurde nun im Rahmen eines interfraktionellen Treffens mit dem Kirchenvorstand und der Leiterin der DRK-Kita besprochen.

„Wir als Kirche sind angehalten, uns möglichst schlank aufzustellen und unsere Gebäude möglichst effizient zu nutzen“, erklärte Hermann Prietzsch, Vorsitzender des Kirchenvorstands. Daher stehe der Kirchenvorstand einer dauerhaften Nutzung als Kita sehr aufgeschlossen gegenüber: „Für uns ist das von großem Interesse.“

Eine dauerhafte Lösung bedeutet in diesem Fall eine eigenständige Kita, denn Marion Tetzlaff leitet aktuell schon sieben Gruppen. Das bedeutet, dass das Gemeindehaus um einen etwa 200 Quadratmeter großen Anbau erweitert werden muss, denn es werden ein weiterer Gruppenraum, sanitäre Anlagen, ein Büro, ein Mitarbeiterraum, eine Küche sowie Stauräume benötigt.

„Für die Finanzierung gäbe es zwei Modelle“, sagte Prietzsch. „Entweder wir übernehmen den Umbau und legen die Kosten auf die Miete um oder die Samtgemeinde übernimmt ihn direkt aus ihren Mitteln.“ Diesbezügliche Einzelheiten könne man noch klären, wichtig sei eine Kostenübernahme für eine Vorplanung. „Falls das Vorhaben nicht zustande kommt“, so Prietzsch. „Denn planen muss das Architekturbüro ja.“ Siegfried Weiß (SPD) erklärte, dass sich dies sicherlich einrichten lassen sollte.

Tetzlaff betonte, dass die Zeit drängt: „Die Landesschulbehörde benötigt Planungsunterlagen, damit wir die Betriebserlaubnis verlängert bekommen.“ Ansonsten stünden die 18 Kinder der Gruppe im Gemeindehaus sonst ohne Platz da. „Ich habe drüben alle Gruppen voll.“ Obendrein weise die Gemeinde Baugebiete aus, weitere Kita-Plätze würden also in Zukunft sowieso benötigt. Ernst Pape (UfSGW) betonte, dass es im Zuge des Mottos „Kurze Beine, kurze Wege“ schon wichtig wäre, dass die Groß Oesinger Kinder möglichst im Dorf einen Kitaplatz kriegen könnten.

Herbert Pieper (CDU) erklärte: „Wenn wir hier eine Dauereinrichtung schaffen, sollte sie auch so eingerichtet sein wie alle anderen.“ Er sprach sich für die Einplanung eines Bewegungsraumes aus, damit die Kinder auch herumtollen können, wenn es draußen regnet.

Groß Oesingens Bürgermeister Jürgen Schulze (CDU) merkte an, dass es zu Beginn vielleicht noch eng mit Parkplätzen werden könnte. „Aber wir schaffen gerade zusätzliche Parkflächen am ehemaligen Standort des Ehrenmals und hinter der Schule werden auch neue Parkflächen entstehen. Das sollte die Lage entschärfen.“

Ewald Heers (CDU) freute sich über die Einigkeit dieses interfraktionellen Treffens, dauerhaft eine Kita im Gemeindehaus einrichten zu wollen. Tetzlaff appellierte: „Ein Beschluss müsste bitte möglichst schnell erfolgen. Das DRK kann keine Zusage für Kita-Plätze erteilen, solange die Situation hier in Groß Oesingen nicht geklärt ist.“

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