Neues Buch der Glüsinger Autorin Beate Winter

Krimi spielt in Zahrenholz

Beate Winter schreibt Kriminalromane mit regionalem bezug
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Krimiautorin Beate Winter aus Glüsingen
  • Dennis Klüting
    vonDennis Klüting
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Zahrenholz/Glüsingen – Kommissar Kilian Frommelt ermittelt wieder: In „Verlorene Kinder“, dem neuen Krimi der Glüsinger Autorin Beate Winter, führen ihn seine Ermittlungen diesmal nach Zahrenholz. „Ich habe eine Idee für eine Geschichte im Kopf und suche mir dann den passenden Tatort dafür aus“, sagt Winter im IK-Gespräch. Diesmal eben Zahrenholz.

Winter hatte den Groß Oesinger Ortsteil bei ihrer Tätigkeit als Busfahrerin kennengelernt. „Ein kleines Rundlingsdorf, dazu die dicht beieinanderstehenden Gebäude, der nahegelegene Wald – das wirkt mysteriös und gibt eine perfekte Kulisse für einen Krimi ab“, sagt Winter und fügt lachend hinzu: „Obwohl es ja in Realität weitaus weniger düster daherkommt.“ Über ein kleines Dorf zu schreiben, in dem „jeder jeden kennt“, sei eine spannende Erfahrung gewesen. „Ich habe bewusst einige Beschreibungen vage gehalten oder mir auch eben Dinge ausgedacht“, erklärte Winter. „Ich wollte unbedingt vermeiden, dass irgendjemand an einem der Häuser klingelt und sich nach einem Verbrechen erkundigt.“ Auch die Personen im Krimi seien frei erfunden.

Ursprünglich hatte Winter gar nicht vor, eine „Gifhorn-Reihe“ zu schreiben. „Das Buch war fertig, aber mein damaliger Verlag wollte unbedingt einen Regionalkrimi“, erklärte Winter. „Also habe ich ‘Blauäugig’ umgeschrieben.“ Das sei eine ziemliche Arbeit gewesen, da einige Szenen sehr spezielle Anforderungen an die Umgebung stellten. „Fündig wurde ich dann bei Isenbüttel“, sagt die Autorin. Und damit stand der Radius für die nächsten Tatorte auch schon fest: „Es musste ja alles im Zuständigkeitsbereich der Polizei Gifhorn liegen.“ In ihrem zweiten Werk, „Aschermittwoch“, ließ Winter ihren Protagonisten Kilian Frommelt in Knesebeck ermitteln, im dritten Krimi „Verlorene Kinder“ verschlägt es ihn also nach Zahrenholz.

Winter arbeitet schon an einem vierten Buch der Reihe – und hat sich auch schon passende Tatorte im Landkreis Gifhorn ausgesucht. „Darin soll es um einen Mord in Gifhorn gehen, um eine verschwundene Person in Wesendorf, eine Prügelei mit einem Todesfall am Otter-Zentrum in Hankensbüttel und einen Toten bei Repke“, verrät die Autorin aus Glüsingen. „Ob es allerdings wirklich alle Ideen auch ins fertige Buch schaffen, weiß ich noch nicht.“

Über das Buch

Im dritten Teil der Gifhorn-Reihe, „Verlorene Kinder“, geraten Kommissar Kilian Frommelt und sein Team in dem kleinen Dorf Zahrenholz in einen Strudel aus familiären Verwicklungen. Hier scheint jeder Bewohner ein Geheimnis, aber auch ein Alibi zu haben. Und niemand hier kennt diese ominöse Louisa, deren Name die ermordete alte Hebamme auf den Boden geschrieben hat.

Immer wieder taucht eine schrullige Frau im Dorf auf und beobachtet das gerade erst zugezogene Ehepaar Leonhard und Marina. Der Fall nimmt eine plötzliche Wendung, als die depressive Marina einen Freund mit einem Messer angreift. Sie gerät in Verdacht, auch die alte Hebamme getötet zu haben. Doch sie kann sich an nichts erinnern. Je mehr die Ermittler herausfinden, umso merkwürdiger werden die Zusammenhänge um den Tod der alten Hebamme.

Aber auch in Kilian Frommelts privatem Leben geht es turbulent zu. Zwar ist er sich sicher, für immer mit seiner Freundin Birgit zusammenzubleiben, doch taucht plötzlich seine Exfrau Maren bei ihm auf ...

„Verlorene Kinder“ erscheint am 1. März als Taschenbuch (ISBN 978-3-947-70632-7) und als E-Book (ISBN 978-3-947-70633-4).

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