Projekte der Dorferneuerung dominieren den Jahresplan der Gemeinde

Wahrenholz: „Die Baukräne bleiben uns erhalten“

Mit dem ellipsenförmigen Anbau an das Dorfgemeinschaftshaus in Betzhorn soll im März begonnen werden. Aktuell laufen laut Bürgermeister Herbert Pieper die Ausschreibungen.
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Mit dem ellipsenförmigen Anbau an das Dorfgemeinschaftshaus in Betzhorn soll im März begonnen werden. Aktuell laufen laut Bürgermeister Herbert Pieper die Ausschreibungen.
  • Dennis Klüting
    vonDennis Klüting
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„Der Start ins Jahr war ruhig, die Baufirmen hatten ja auch Urlaub. Aber in der kommenden Woche geht es wieder los“, sagte Herbert Pieper, Bürgermeister von Wahrenholz. „Die Baukräne werden uns jedenfalls auch in diesem Jahr erhalten bleiben.“

Wahrenholz – Denn Bauprojekte gibt es genügend, wie er in einem Überblick darstellte.

„Die größte neue Maßnahme ist zweifelsfrei der Umbau des Dorfgemeinschaftshauses in Betzhorn“, führte Pieper aus. „Dazu laufen auch aktuell schon die Ausschreibungen.“ Submission sei im Februar, im März können die Arbeiten beginnen. „Dann wird es aber auch Zeit, denn wir müssen den Um- und Anbau bis März 2022 abgeschlossen haben.“ Denn der ellipsenförmige Anbau wird mit 73 Prozent im Zuge der Dorferneuerung gefördert.

Alte Schmiede und Dorfmitte

Die Arbeiten am Umbau der Alten Schmiede laufen derweil auf Hochtouren. „Nun beginnen die Arbeiten im Gebäudeinneren, daher haben wir auch einen neuen Zeitplan ausgearbeitet“, erklärte Pieper. „Aktuell sieht es so aus, dass die Gemeinde im August einziehen kann.“

Auch die Gestaltung der Außenanlagen in der Dorfmitte steht in diesem Jahr im Fokus. „Das betrifft aber nicht nur die Alte Schmiede, sondern auch das Service-Wohnen sowie die neuen Wohneinheiten, die gerade gebaut werden“, erläuterte Pieper. Eigentlich hatte der Zeitplan vorgesehen, dass der Rohbau für die Wohneinheiten noch vor Weihnachten fertig werden sollte. „Das hat aufgrund von verzögerten Materiallieferungen aber leider nicht mehr geklappt“, bedauerte Pieper.

Auch der Bereich um das Ehrenmal soll neu gestaltet werden. „Aktuell ist das Ehrenmal von allen Seiten verdeckt“, sagte der Bürgermeister. „Wir wollen freie Sichtfelder schaffen, alles etwas luftiger, und das Ehrenmal ins Zentrum rücken.“ Optisch soll das Areal mit Blumen und neuer Bepflanzung aufgewertet werden. Außerdem ist geplant, vom Ehrenmal bis zur Kirche die Straßenbeleuchtung zu erneuern sowie die Gehwege barrierefrei auszubauen.

Baugebiete

Das Baugebiet „Im Syke III“ umfasst 39 Grundstücke für Einzelwohnhäuser. „Aktuell hatten sich noch 109 der ursprünglich deutlich mehr Interessenten für einen Bauplatz beworben“, sagte Pieper. Mit den erarbeiteten Auswahlkriterien wurden rund 40 Bewerber ausgewählt. „Auch das war ein ganzes Stück Arbeit“, so der Bürgermeister.

Der Preis für die Grundstücke wird aktuell ermittelt und soll Anfang Februar vom Gemeinderat beschlossen werden. „Ziel ist ein Vertragsabschluss bis Mai“, sagte der Bürgermeister. „Bis dahin ist auch die Erschließung abgeschlossen und die Bauherren können gleich loslegen.“ Ein weiteres Baugebiet sei zudem auch schon in Planung. Dabei will Pieper auch weitere Schritte in Sachen Umweltschutz gehen. „Ich kann mit gut vorstellen, dass wir da ganz neue Wege gehen und innovative Konzepte wählen.“ Für die Grundstücke im Gewerbegebiet verzeichne Pieper ein reges Interesse, dort bestehe aber auch noch weiteres Potenzial.

Wege, Straßen, Bushaltestellen

Sanierungen einiger Innerortsstraßen und Gehwege sind ebenfalls geplant. „Ein paar Wirtschaftswege müssen wieder hergerichtet werden“, so Pieper. Beitragspflichtige Ausbauarbeiten stünden allerdings nicht an.

Die „Vierfach-Verlegung“ soll in 2021 fortgesetzt werden. Pieper freut sich über die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde und Giffinet, der KNW GmbH für Nahwärme sowie der LSW. „Dadurch müssen die Straßen nur einmal aufgerissen werden.“

Acht Bushaltestellen an vier Haltepunkte sollen in diesem Jahr barrierefrei ausgebaut werden: in Betzhorn, in Weißenberge, an der Betzhorner Straße Höhe Neulandstraße sowie an der Schule. Aktuell steht noch ein Förderantrag im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms für den Umbau der Kornscheune an der Wahrenholzer Mühle aus. „Weitere Anträge sehe ich aktuell nicht auf uns zukommen“, erklärte Pieper.

Speziell für die Pflege der Grünanlagen der Gemeinde soll eine zusätzliche halbe Stelle geschaffen werden. „Wir wollen da jemanden mit einem grünen Daumen suchen“, sagte Pieper schmunzelnd. „Denn die Pflegearbeiten können unsere Bauhofmitarbeiter nicht auch noch leisten.“

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