Neuer Bahnsteig unter Vollsperrung

Bauarbeiten am Wahrenholzer Bahnhof beginnen am 2. Oktober

+
Umbau mit Vollsperrung: Ab dem 2. Oktober wird der Wahrenholzer Bahnhof ausgebaut. Dazu wird die Strecke gesperrt, ein Schienenersatzverkehr wird eingerichtet.

Wahrenholz – Der Stundentakt auf der Bahnstrecke Braunschweig-Uelzen rückt näher: Schon zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2020 plant der Regionalverband Großraum Braunschweig mit der Einführung (das IK berichtete).

Dafür müssen zuvor aber noch Knotenpunkte umgebaut werden – einer davon ist der Bahnhof in Wahrenholz. Die Arbeiten sollen am 2. Oktober beginnen, wie Bürgermeister Herbert Pieper bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates berichtete.

Dazu muss der Bahnhof vollständig gesperrt werden. „Aber es wird einen Schienenersatzverkehr geben“, beruhigte Pieper. Die Sperrung sei für sieben Tage geplant. „Bis Mitte Dezember sollen die Bauarbeiten erledigt sein – das halte ich für sehr ambitioniert“, sagte der Bürgermeister.

Für die Arbeiten werde die Deutsche Bahn nach Absprache auch Flächen der Gemeinde nutzen. „Denn dabei entsteht soviel Aushub, den können die auf dem schmalen Streifen dort überhaupt nicht lagern“, führte Pieper aus. Zumal der dort verwendete Schotter möglicherweise kontaminiert sei. „Das muss geprüft werden“, so Pieper. Entsprechend benötige die Deutsche Bahn Lagerflächen. „Wir stellen gemeindeeigene Flächen aus dem neuen Gewerbegebiet zur Verfügung.“ Jedoch könne die Gemeinde diese nicht unbegrenzt vorhalten. „Schließlich wollen wir das Gewerbegebiet auch erschließen.“ Pieper ist sicher: Zum Abschluss der Arbeiten am Bahnsteig werden die Lagerflächen noch nicht geräumt sein. „Wir haben eine zeitliche Grenze gesetzt, bis April müssen die Flächen wieder frei sein.“ Die Gemeinde bekomme für die Bereitstellung einen „kleinen Obolus“. Dies sei aber nicht der Grund, warum man dieses Projekt unterstütze, so Pieper. „Wahrenholz ist ein wichtiger Knotenpunkt für den Schienen- und den Personennahverkehr.“

Entsprechend befürwortete der Gemeinderat auch einstimmig ein Statement zum Nahverkehrsplan des Regionalverbandes. In diesem hebt die Gemeinde die besondere Wichtigkeit des Stundentaktes hervor und die Bedeutung des neugestalteten Bahnhofs als Knotenpunkt. Ebenso wird vorgeschlagen, weitere Buslinien über Wahrenholz zu führen, um die Anbindungen noch zu verbessern. „Allerdings habe ich in Gesprächen mit der VLG schon erfahren, wie schwierig sich das gestalten könnte, weil die Linien schon sehr genau getaktet sind“, erklärte Pieper. Dennoch hoffe er darauf, dass noch weitere Buslinien in Zukunft den Wahrenholzer Bahnhof ansteuern.

VON DENNIS KLÜTING

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare