Totholz auch am Ufer nützlich

Baggerseeprojekt am Großen Weidekampsee läuft noch bis Mitte 2022

Nach dem Rekordsommer 2018 liegt ein kleiner Teil des eingebrachten Totholzes auf dem Trockenen. Aber auch dort dient es als Lebensraum – etwa für Ringelnattern oder zahlreiche Vogelarten.
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Nach dem Rekordsommer 2018 liegt ein kleiner Teil des eingebrachten Totholzes auf dem Trockenen. Aber auch dort dient es als Lebensraum – etwa für Ringelnattern oder zahlreiche Vogelarten.
  • Dennis Klüting
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Weißenberge – Das Baggersee-Projekt, in dem auch der Große Weidekampsee erfasst wurde, läuft weiterhin gut. Auch, wenn seit dem Rekordsommer 2018 ein Teil des Totholzes auf dem Trockenen liegt, erklärte Projektleiter Prof. Dr. Thomas Klefoth im IK-Gespräch.

Klefoth hatte das Projekt als Mitarbeiter des Anglerverbandes Niedersachsen begonnen, begleitet es aber auch in seiner neuen Tätigkeit als Professor für Ökologie und Naturschutz an der Hochschule Bremen weiterhin.

„Aber auch der Teil des Totholzes, der auf dem Trockenen liegt, ist ja nicht verloren“, betonte Klefoth. „Ich habe mir das jüngst angesehen: Dort haben sich Ringelnattern und Vögel angesiedelt.“ Und der größte Teil des Totholzes befinde sich auch weiterhin noch unter Wasser. „Wir haben den Bestand genau im Blick“, sagte Klefoth. „Das Totholz auf dem Trockenen wurde zum Tiefstand des Sees sehr konkret erfasst, im September 2018. Danach hat es ja glücklicherweise wieder geregnet.“

Im Frühjahr 2018 hatte der Anglerverband zusammen mit dem Verein für Fischerei und Gewässerschutz Schönewörde und Umgebung Flachwasserzonen im Großen Weidekampsee angelegt und zwölf Tonnen Totholz eingebracht. So sollen zusätzliche Lebensräume geschaffen und die Artenvielfalt unterstützt werden. „Das Projekt läuft noch bis Mitte 2022, danach werten wir die Ergebnisse aus“, sagte Klefoth. „So lange werden wir uns auch gedulden und nicht etwa das Totholz auf dem Trockenen wieder ins Wasser einbringen.“ Es sollen auf keinen Fall bereits entstandene Lebensräume zerstört werden. VON DENNIS KLÜTING

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