Neues Leben für altes Gewerbegebiet

Bäckerei Meyer baut für 25 Millionen Euro auf 2,8 Hektar in Wahrenholz

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Das Gewerbegebiet am Ortsausgang Richtung Neudorf-Platendorf kommt nun zum Zuge, Bäckerei Meyer will dort für 25 Millionen bauen.

Wahrenholz – 25 Millionen Euro – das ist die Summe, mit der Herbert Meyer seine Bäckerei in einen Neubau in ein wiederbelebtes Gewerbegebiet am Wahrenholzer Ortsrand in Richtung Neudorf-Platendorf verlegen will.

Die Verträge sind unterschrieben, der Bebauungsplan ist beschlossen.

„Das Gewerbegebiet hatten wir bereits seit 1998 ausgewiesen“, erklärte Bürgermeister Herbert Pieper. „Da sich dafür aber damals keine Interessenten gefunden hatten, blieb es in einer Schublade liegen.“ Die Gemeinde freue sich, dass sich mit der Bäckerei Meyer ein lokaler Betrieb dort niederlasse, dass das Gewerbegebiet somit zum Zuge kommt und dass es damit auch erschlossen werden kann.

„Denn eine Erschließung hätte noch keinen Sinn ergeben, wenn wir nicht genau wissen, wer sich da eigentlich in welcher Größenordnung ansiedeln will“, führte Pieper aus. Überlegungen gab es jedoch schon, eine L-förmige Querstraße sollte durch das Gewerbegebiet führen. Die 2,8 Hektar große Fläche für den Bau der Großbäckerei hatte allerdings eine Neugestaltung erfordert. „Das Gebiet wird nun durch Stichwege erschlossen“, so Pieper.

Da in der Bäckerei auch nachts gearbeitet wird, war Schallschutz ein wichtiger Faktor. „Die Lkw können nachts direkt nach Süden auf die Kreisstraße fahren“, sagte Pieper. Das Gebäude selbst schirme die Wohnbebauung gegen Lärmemissionen ab. Die Kreisstraße selbst soll eine Linksabbiegerspur sowie einen Geh- und Radweg erhalten. Außerdem soll das Ortsschild verlagert werden, um den Verkehr zu entschleunigen.

„Warum gerade Wahrenholz?“, fragte Herbert Meyer rethorisch. „Zum einen, weil ich in Wahrenholz geboren wurde und eng mit diesem Ort verbunden bin.“ Zu anderen aber auch, weil die Mitarbeiter ihren Arbeitsweg und eventuell damit verbundene Regelungen nicht umstellen müssen. „Und schließlich, weil eben hier Gewerbeflächen verfügbar sind und somit alle von dieser Maßnahme profitieren“, führte Meyer aus.

VON DENNIS KLÜTING

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