Planungsbüro wartet auf Stellungnahmen

B-Pläne für Campus gesplittet

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Der künftige Campus Wesendorf gleicht noch einer Baustelle. Die Gemeinde Wesendorf hat sich jetzt entschlossen, das B-Plan-Verfahren zu splitten, um die Umsetzung des Projektes zu beschleunigen.

Wesendorf. Eine steinerne Mauer wird derzeit rund um das Gelände des Campus Wesendorf im Hammersteinpark errichtet. Das geplante Jugendcamp, das ursprünglich im Sommer 2013 für bis zu 1500 Jugendliche aus der ganzen Welt eröffnet werden sollte, bleibt weiter eine Baustelle.

Mehrere Male wurde der Eröffnungstermin verschoben. Nicht einkalkulierte Schäden hätten Zeit und auch Geld gekostet, hieß es (das IK berichtete). Die Gesamtplanung wurde überarbeitet.

Das Ingenieurbüro Schwerdt aus Braunschweig kümmert sich um die Planung: „Wir sind derzeit in der frühzeitigen Träger- und Öffentlichkeitsbeteiligung“, sagt Planerin Frauke Schwerdt auf IK-Anfrage. Das heißt konkret: Träger öffentlicher Belange, etwa Behörden, können ihre Stellungnahmen abgeben, und die Öffentlichkeit kann Unterlagen in der Gemeinde einsehen und ebenfalls Eingaben machen.

Ein tatsächlicher Bebauungsplan kann erst durch einen Satzungsbeschluss der Gemeinde aufgestellt werden. Das kann laut Schwerdt noch ein halbes Jahr dauern. „Wir haben nun das Verfahren begonnen und können dann schauen, wann der Bebauungsplan rechtskräftig wird. Dann kann auch eine Baugenehmigung erteilt werden“, erklärt Schwerdt. Ein Zeitraum dafür lasse sich nicht abschätzen, denn es sei nicht voraussehbar, welche Stellungnahmen und Bedenken eingehen. Schwerdt sieht das Projekt auf einem guten Weg.

Auch die Gemeinde Wesendorf hat sich Gedanken gemacht, wie der Ablauf beschleunigt oder zumindest vereinfacht werden könnte, um das Ziel Campus Wesendorf auch tatsächlich umzusetzen. Jetzt ist eine Änderung des B-Plan-Verfahrens befürwortet worden. „Es wird einen gesplitteten Vorgang geben: B-Pläne für die Bestandsimmobilien – das wird schneller gehen – und B-Pläne für die neu zu planenden Projekte, die dann später erfolgen können“, sagte der stellvertretende Gemeindedirektor René Weber auf IK-Anfrage.

Die Gemeinde hofft mit dieser Splittung, dass die Umsetzung des Projekts schneller voran geht. Weber bestätigt, dass „eine ganze Masse an Bauanträgen beim Landkreis“ eingegangen sei. Die Gemeinde Wesendorf schaue weiter optimistisch auf das Projekt – das Camp werde kommen.

Derweil hat es eine Neuaufstellung der Verantwortlichen im Dezember gegeben. Ernst Stadtlander, Generalbevollmächtigter und Projektmanager des russischen Investors Denis Lavrov, hat den Hut genommen. Er habe sich komplett aus dem Projekt zurückgezogen. „Aus persönlichen Gründen“, wie er gegenüber dem IK begründet.

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