Bürgermeisterin will Bauplätze für Ummern und Gemeinde ins Dorferneuerungsprogramm bringen

„Auf einmal ging alles schnell“

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Ummerns Bürgermeisterin Mirijam Müller will in ihrer Gemeinde einiges umsetzen und schaffen.

Ummern. „Zuallererst musste ich mal den Schreibtisch aufräumen, nach meinem eigenen System. “ Die 32-jährige Mirijam Müller hatte sich sehr gefreut, als sie bei der Kommunalwahl vergangenen September einen Platz im Ummeraner Gemeinderat zugesprochen bekam.

Wenige Monate später geht sie einen Schritt weiter: Sie ist nun Bürgermeisterin.

„Ja, auf einmal ging das alles sehr schnell“, sagt Müller lachend im Gespräch mit dem Isenhagener Kreisblatt. Die gelernte Köchin freut sich über diese Möglichkeit, sich noch stärker für den Ort zu engagieren. „Ich hatte allerdings anfangs so meine Bedenken, ob ich dieses Amt mit meinem Beruf unter einen Hut bringen kann, es fallen ja schon einige Aufgaben an“, erklärt Müller. „Aber diese Bedenken wurden bei den Gesprächen mit der Samtgemeinde zerschlagen.“ Dabei seien die Möglichkeiten aufgezeigt worden, wie sich die anspruchsvolle Aufgabe auf mehrere Schultern verteilen lasse. „Dabei wurde die Entscheidung aber ganz mir überlassen“, betont Müller. „Ich bin da zu nichts gezwungen worden.“

Politisch interessiert war Müller schon immer gewesen. „Meine Mutter saß 20 Jahre im Gemeinderat“, erklärt die 32-Jährige. „Daher habe ich schon früh sehr viel von der Kommunalpolitik mitbekommen.“ Auch im Vereinswesen ist Müller verwurzelt: Sie ist Mitglied im Sportverein, der Schützengesellschaft und der Kyffhäuser-Kameradschaft.

Für ihre Amtszeit hat sich Müller auch schon Ziele gesetzt. „Zum einen müssen wir ganz dringend Bauplätze schaffen. Wir haben mehrere Anfragen von jungen Familien, die hier gern bauen möchten“, so die Bürgermeisterin. Gespräche über mögliche Flächen würden bereits laufen, im März fänden erste entsprechende Sitzungen statt. „Zum anderen wäre es schon, wenn wir Ummern irgendwie in das Dorferneuerungsprogramm bekommen könnten“, sagt Müller. Im benachbarten Landkreis Celle bestehe ebenfalls Interesse, sodass man eventuell zusammen eine Dorfregion bilden könne. „Aber das ist noch alles in einem sehr frühen Stadium“, erklärt Müller. „Wir sondieren da gerade erst die Möglichkeiten.“ Weitere Vorhaben sind die Erneuerung der Spielplätze und eine Umgestaltung des Parkplatzes am Gemeindezentrum. „Ganz besonders wichtig ist mir aber auch die Zusammenarbeit mit der SPD.“ Müller bedauere, dass das in der Vergangenheit öfters nicht so gut geklappt habe. „Wir sind ein kleiner Ort, da müssen wir einfach enger zusammenarbeiten, nicht gegeneinander.“ Sie wolle sich gern dafür einsetzen, dies zu verbessern.

Beim Thema Radweg nach Wesendorf sieht Müller das Land Niedersachsen am Zuge: „Wir wünschen uns den alle, seit langem schon. Aber wir sind nunmal eine kleine Gemeinde und können so ein Vorhaben einfach nicht alleine stemmen. Da muss das Land schon mit anpacken.“

Von Dennis Klüting

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