Wahrenholzer Bauausschuss einstimmig für zentrale Praxis

Arzt soll in die Ortsmitte

Wahrenholz. Die Gemeinde Wahrenholz will die ärztliche Versorgung für den Ort auch langfristig sicherstellen und beabsichtigt daher den Bau einer neuen Arztpraxis.

Bislang war dafür eine gemeindeeigene Fläche im Gewerbegebiet am Ortsausgang in Richtung Neudorf-Platendorf vorgesehen. In seiner jüngsten Sitzung sprach sich der Wahrenholzer Bauausschuss aber für eine neue Lösung aus: Der Arzt soll sich ganz zentral im Ortskern niederlassen.

Bürgermeister Herbert Pieper (CDU) stellte der bisherigen Variante eine neue Option gegenüber: Ein größtenteils schon mehrere Jahre leer stehendes Haus neben der Alten Schmiede. „Lediglich die Wohnung im Obergeschoss wurde zwischenzeitlich genutzt“, erklärte Pieper. Anders, als bei der gemeindeeigenen Fläche müsse man dort das Grundstück erwerben. „Die Behandlungsräume oder das Wartezimmer können nicht im Obergeschoss untergebracht werden, aber etwa Sozialräume wären durchaus denkbar“, sagte der Bürgermeister. Somit könne die Fläche des Gebäudes gut genutzt werden. Dennoch müsse angebaut werden.

„Der große Vorteil: Wir hätten den Arzt direkt in der Dorfmitte“, betonte Pieper. Dies bedeute eine gute verkehrliche Anbindung für die Praxis und würde auch gut zum Konzept rund um die Alte Schmiede passen.

Finanziell seien die beiden Optionen vergleichbar teuer. „Insgesamt tun sich die beiden Varianten finanziell nicht ganz so viel“, sagte Pieper. Er schätze den Eigenanteil für die Gemeinde bei beiden Varianten auf etwa 200 000 Euro. Ratsherr Andreas Manthey (UfW) schlug dazu vor: „Wie sähe das denn aus, wenn wir an dieser Stelle das Gebäude vollständig abreißen und die Praxis komplett neu dorthin bauen? Wie teuer käme uns das?“ Pieper nahm die Überlegung auf und wolle sie durchrechnen.

„Ich hätte trotzdem ganz gerne eine Empfehlung des Ausschusses für eine dieser beiden Varianten“, bat der Bürgermeister. Die bekam er: Das Gremium sprach sich einstimmig für den Bau einer Arztpraxis direkt im Ortskern aus.

Von Dennis Klüting

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