Ein Metallrad mit Holzschaufeln

Arbeiten an der Wahrenholzer Wassermühle schreiten zügig voran

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Wilhelm Warneboldt (l.), Vorsitzender der Mühlenfreunde, und Geschäftsführer Werner Potratz freuen sich über die schnellen Fortschritte am neuen Mühlrad.

Wahrenholz – Zum Mühlenfest am Pfingstmontag war vom neuen Mühlrad an sich noch nicht viel zu sehen. Die Vorarbeiten waren zu diesem Zeitpunkt zwar abgeschlossen, das Mühlrad war aber noch nicht angeliefert worden.

Am Donnerstag bot sich aber ein komplett anderer Anblick: Das neue Mühlrad aus Stahl war bereits montiert, die Schaufeln fehlten aber noch.

„Schon am Dienstag wurde die neue Welle installiert“, erklärte Werner Potratz, Geschäftsführer der Wahrenholzer Mühlenfreunde. „Der Einbau war schwierig, wir mussten extra noch einen großen Baukram aus Gifhorn kommen lassen.“ Die Kosten dafür hatten die Mühlenfreunde nicht einkalkuliert, Potratz zeigte sich aber zuversichtlich, sie stemmen zu können. „Um 17 Uhr war die neue Welle bereits eingebaut“, führte Potratz aus. Die alte habe nach der jahrelangen Nutzung eine Unwucht gehabt. „Die neue ist 3,70 Meter lang und eine Tonne schwer“, sagte Potratz.

Die 36 Schaufeln des neuen Mühlrads bestehen aus Lärchenholz und lagen gestern noch im Hof der Mühle. „Wir haben absichtlich noch ein paar mehr bestellt, auch Schrauben und Muttern“, erklärte der Geschäftsführer. „Als Ersatzteile.“ Die Schaufeln sollen nun ebenfalls montiert werden. Vorteil dieser Schaufeln sei, dass sie im Falle eines Defekts leichter auszuwechseln seien.

„Wir werden den Zeitplan aller Voraussicht nach einhalten können“, sagte Potratz erleichtert. Denn dieser sei eng gestrickt gewesen: Die Leader-Fördermittel stammten noch aus einem Fördertopf des Vorjahres, die Abrechnung muss also bis zum 31. Juli erfolgen.

Für das Mühlenfest am Pfingstmontag zog Potratz ein sehr positives Fazit. „Wir hatt noch mal mehr Besucher als im Vorjahr“, freute sich der Mühlenfreund. „Und schon da lief es gut.“ Das habe nicht zuletzt auch am Wetter gelegen, dass sich trotz regnerischer Vorhersage sehr angenehm gezeigt hatte. Der Arbeitsaufwand der Mühlenfreunde sei hoch gewesen – und die Mitglieder des Vereins würden nicht jünger. „Wir brauchen dringend Verstärkung von jungen Menschen, die dabei helfen wollen, die Wassermühle zu erhalten“, betonte Potratz.

VON DENNIS KLÜTING

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