Hans-Joachim Klösel, Lehrer der Wesendorfer Oberschule geht mit Verspätung in den Ruhestand

„Anstrengend, aber auch erfüllend“

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Hans-Joachim Klösel verlässt nach zweimaliger Verlängerung nun die Oberschule Wesendorf und geht verspätet in den Ruhestand.

Wesendorf/Wahrenholz – „Man muss auch irgendwann Schluss machen, solange man noch kann“, sagte Hans-Joachim Klösel.

Der Wahrenholzer, der an der Wesendorfer Oberschule Englisch und Geschichte sowie Politik und Erdkunde unterrichtet, geht zum Ende des Schuljahres in den Ruhestand. Mit Verspätung: Eigentlich hätte er sich schon zum August 2016 aus dem Schullalltag verabschieden können.

Aber das kam für den Wahrenholzer, Jahrgang 1951, nicht in Betracht. „Schule hat mir immer Spaß gemacht“, sagt Klösel – und fügt lachend hinzu: „Also als Lehrer.“ Daher habe er mit 65 noch nicht in den Ruhestand gehen wollen. „Ich hatte irgendwie noch keine Lust.“ Nun habe er aber genau 40 Jahre lang unterrichtet – die Referendariatszeit nicht mit eingerechnet.

Für Klösel war das Verhältnis zu den Schülern von großer Bedeutung. „Der Feind war nicht ich, der Feind war der Unterrichtsstoff, den wir gemeinsam bewältigen mussten“, verrät Klösel. Der Umgang mit den Jugendlichen hat ihm immer großen Spaß bereitet. „Es war durchaus auch anstrengend, aber ich habe daraus immer positive Energien schöpfen können.“

1972 hatte er sich entschlossen, Lehrer zu werden. „Damals herrschte Lehrermangel, das war dann gerade der Trend“, so Klösel. Ab 1977 absolvierte er sein Referendariat in Braunschweig – „an der ersten IGS“, wie der Wahrenholzer anmerkt. 1979 trat er dann eine Planstelle an einer Helmstedter Realschule an, die er 20 Jahre lang bekleidete. Aus persönlichen Gründen zog er dann nach Wahrenholz. Er unterrichtete für ein Jahr in Lehre, für drei weitere an der Haupt- und Realschule in Calberlah. Schließlich suchte die Haupt- und Realschule in Wesendorf dringend Englischlehrer. Klösel ließ sich für ein Jahr abordnen – und ist geblieben. „Es hat mir gefallen, ich habe mich sofort wohlgefühlt.“

Der Abschluss dieses Schuljahrs bedeutet für Klösel den Eintritt in den Ruhestand. „Ich freue mich schon darauf, auch mal außerhalb der Ferienzeit, auch mal spontan mit meiner Frau verreisen zu können“, erklärt Klösel. Langweilig wird ihm nicht: „Ich habe einen großen Garten, in dem es genug zu tun gibt, darüber hinaus mache ich gern Sport.“

VON DENNIS KLÜTING

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