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Alte Schmiede: Wahrenholzer Rat beschließt weitere Planungen

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Das neue Gebäude hebt sich markant von der Alten Schmiede (rechts) ab.
Das neue Gebäude hebt sich markant von der Alten Schmiede (rechts) ab. © Ohse

Wahrenholz – Das meiste steht schon fest bei der Gestaltung des Gebäudeensembles um die Alte Schmiede in Wahrenholz. Der Gemeinderat diskutierte am Mittwochabend im Isezimmer der Wassermühle über die nun vorliegenden Planungen.

Dachüberstand oder nicht für das neue Gebäude, das neben der Alten Schmiede entstehen soll, das musste noch geklärt werden.

Im Erdgeschoss der Alten Schmiede (rechts) und dem neuen Gebäude werden ein kommunaler und ein Veranstaltungsraum sein.
Im Erdgeschoss der Alten Schmiede (rechts) und dem neuen Gebäude werden ein kommunaler und ein Veranstaltungsraum sein. © Ohse

„Der neue Sonderbau ist sehr prägnant, eine markante Erscheinung mit einem Nutzungsangebot“, erklärte Planer Michael Driesner. Er soll sich klar gegenüber der Alten Schmiede abgrenzen. Die alte Feuerstelle in der Schmiede soll indes erhalten bleiben. Wenngleich das Gebäude nicht unter Denkmalschutz steht, aber es ist für viele Bürger ein gewohnter Anblick, sagte Bürgermeister Herbert Pieper. „Und die Feuerstelle ist charakteristisch für die Alte Schmiede.“

In der soll ein großer, teilbarer Veranstaltungsraum Platz für bis zu 96 Gäste bieten, dazu kommen eine Teeküche und ein Stuhllager. Toiletten sind über einen gläsernen Übergang in dem neu entstehenden Gebäude erreichbar, in dem die Drehscheibe, als Anlaufpunkt, ein Bürgermeisterzimmer und eine weitere Teeküche als Sozialraum geplant sind, dazu ein Besprechungszimmer.

Der öffentliche Teil für Veranstaltungen kann von dem kommunalen Bereich abgegrenzt werden, erläuterte Driesner. In dem zentral liegenden Putzmittelraum kann später auch ein Fahrstuhl eingebaut werden, um das Obergeschoss einfach zu erreichen, erklärte er.

Für das Obergeschoss wird der Drempel erhöht, um die Etage besser zu nutzen. Dort werden ein Raum für das Heimat- und Gemeindearchiv, ein Aktenlager der Gemeinde und ein Besprechungsraum eingerichtet.

Insgesamt wird sich aufgrund der Veränderungen zu den bisherigen Planungen der Preis erhöhen. Knapp 1,6 Millionen Euro soll alles kosten. Für die darunter förderfähigen Kosten von rund 950.000 Euro wird es einen Zuschuss in Höhe von 500.000 Euro geben. Dazu wird der Erlös (300.000 Euro) aus dem Verkauf des Bürgerzentrums gelegt.

Das war Jakob Drees (Grüne) zu viel Geld, zudem hatte er noch weitere Fragen. „Gibt es den Bedarf für 96 Plätze? Sind die Toiletten nicht zu weit weg vom Veranstaltungsraum? Gibt es Einsparpotenziale?“, fragte er. Pieper wies auf die Zuschüsse hin. Die nun höheren Kosten seien dem Obergeschoss geschuldet, für das der Drempel erhöht werden musste.

„Dadurch kann ein Fahrstuhl im Gebäudeinneren gebaut werden. Sonst müsste man einen Fahrstuhl außen am Gebäude anbringen“, erklärte Driesner. „Lieber einmal richtig, anstatt das Obergeschoss nachträglich zu bauen“, fand auch Andreas Manthey (UfW).

Mehrheitlich beschloss der Wahrenholzer Gemeinderat, die Pläne so umzusetzen mit einem passenden Traufüberstand für das neue Gebäude neben der Alten Schmiede.

VON BURKHARD OHSE

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