Künftiger Mehrzwecksaal des Projekts „Dorfmitte“ allerdings ohne Richtfest

Alte Schmiede in Westendorf nimmt Form an

Am Freitag wird die Stahlbetondecke auf der Alten Schmiede verlegt.
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Am Freitag wird die Stahlbetondecke auf der Alten Schmiede verlegt.

Wahrenholz – Das Schmiedefeuer lodert schon länger nicht mehr im Ortskern von Wahrenholz, auch wenn die Esse und der Schornstein der Alten Schmiede noch stehen.

Die Esse soll auch künftig in der Alten Schmiede stehen – geschmiedet wird hier jedoch nicht mehr.

Diese beiden Elemente des Gebäudes aus dem Jahr 1952 werden aber auch zukünftig noch erhalten bleiben, wie Michael Driesner von der „Planschmiede 2KS“ im IK-Gespräch erläutert. Anstatt Feuer wird künftig über der Esse der Beamer aufleuchten, wenn der Gemeinderat hier tagen wird.

Ein Einschussloch lässt darauf schließen, dass die Stahlträger älter als die Alte Schmiede sind.

Die Alte Schmiede – sie soll ein Mehrzwecksaal werden – schließt sich an das Projekt „Dorfmitte“ an, zu dem auch das anliegende Bürgerhaus sowie die Seniorenresidenz Hüüs Hoff gehören (IK berichtete). Die Alte Schmiede ist ein interessantes Objekt, wie Driesner erklärt: „Man hat in dem Gebäude Stahlträger verbaut, die älter als das Gebäude sind.“ Davon zeugen Einschusslöcher in der Konstruktion. Aus heutiger Sicht hätte diese Dachkonstruktion der Marke Eigenbau und Improvisation nie funktionieren sollen. Driesner: „Das Gebäude wusste einfach nicht, dass es zusammenfallen sollte.“ Die Statik war quasi nicht existent. Die alten Träger werden, schwarz gestrichen, sich im Gebäude wiederfinden – allerdings diesmal nicht als tragendes Element, wie Driesner sagt.

Vor dem Gebäude soll noch ein Brunnen entstehen, der zwei ineinander verschlungene Hufeisen zeigen wird.

Driesner rechnet damit, dass Mitte Juni die Richtung erfolgen wird. Bürgermeister Herbert Pieper (CDU) sagt, dass es leider kein Richtfest geben wird. Aufgrund der Corona-Lage sei dies nicht möglich. Die Gesamtkosten des Projektes Bürgerhaus und Alte Schmiede belaufen sich auf 1,6 Millionen Euro, die mit 500 000 Euro gefördert werden.

VON MAX A. MORRISON

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