Baustart im August?

Alte Heerstraße in Wesendorf wird umfangreich saniert

Alte Heerstraße in Wesendorf.
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Die Alte Heerstraße, an der auch das Wesendorfer Rathaus steht, wird auf rund 700 Metern saniert. Anlieger müssen sich auf einige Einschränkungen einstellen.
  • VonAndreas Urhahn
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Wesendorf – Es sind nur rund 700 Meter Straße zwischen zwei Kreisverkehren – dem in der Ortsmitte (Celler und Wittinger Straße) und dem an der Blumenstraße.

Doch die Sanierung dieses Abschnitts der Wesendorfer Alten Heerstraße, an der auch das Rathaus steht, soll fast ein ganzes Jahr dauern. Um genau zu sein: elf Monate. Bürgermeister Holger Schulz sagt: „Die angekündigte Bauzeit hat mich schlucken lassen. Über den Winter könnte sich das noch verzögern, ich rechne mit einem Jahr.“ Landrat Dr. Andreas Ebel ist zuversichtlicher: „Die Ausschreibung hat ergeben, dass glücklicherweise eine sehr schlagkräftige Firma den Auftrag erhalten hat. Von daher geht die Kreisverwaltung von maximal elf Monaten aus.“

Dr. Ebel informierte auf IK-Anfrage über die Einzelheiten. So werden rund 620 Meter Misch- und Regenwasserkanal in Tiefen bis 3,5 Meter ausgetauscht, sowie 730 Meter Trinkwasserhauptleitung neu verlegt. Damit zusammenhängend werden insgesamt 31 Hausanschlüsse erneuert. „Leider ist eine solche Baumaßnahme nicht ganz ohne Beeinträchtigungen für die Anlieger umzusetzen. Der Wasserverband Gifhorn ist aber bemüht, diese auf das nötigste Maß zu minimieren. Trinkwasserabstellungen werden den betroffenen Haushalten vorher rechtzeitig bekannt gegeben“, so der Landrat weiter. Außerdem werde die Fahrbahn grundhaft erneuert, also neben der Deckschicht auch die Trag- und Frostschutzschichten. Das alles geschieht in vier Abschnitten, sodass die Anlieger jeweils nur möglichst kurz betroffen sind.

Die Gemeinde nutzt diese Maßnahme, um gleichzeitig eigene Vorhaben umzusetzen. „Wir haben früh im Vorfeld beim Landkreis angefragt, was Fußwege und Parkbuchten angeht. Auch ein paar Bordsteine möchten wir absenken“, zählt Schulz im IK-Gespräch auf. Die Parkmöglichkeiten sollen in erster Linie den ansässigen Geschäften zugutekommen. Die Kosten dafür trägt die Gemeinde.

Beteiligen muss die Kommune sich außerdem am Regenwasserkanal. „Das ist so, weil der Niederschlag aus den angrenzenden Siedlungen über die Alte Heerstraße abgeleitet wird“, erklärt der Bürgermeister.

Die Umleitung plant der Landkreis von Wesendorf über die L 286 nach Wahrenholz und von dort über die K 4 nach Norden bis zur K 7 – und umgekehrt in anderer Richtung. Holger Schulz plant für die parallel verlaufenden Siedlungsstraßen temporäre Hindernisse zur Verkehrsberuhigung, um diese zu entlasten.

Laut der Samtgemeinde Wesendorf soll der Baustart noch Ende August erfolgen. Einen genauen Termin konnte auch der Landkreis noch nicht nennen. „Bezüglich des genauen Beginns der Maßnahme stimmen sich die Kreisverwaltung und die Baufirma derzeit ab“, heißt von Seiten des Landrates.

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