Projekt: Ergebnisse zunächst mit Unterer Naturschutzbehörde besprechen

Ja zur Abhütung in Wesendorf

Auf dem Gelände des ehemaligen Truppenübungsplatzes in Wesendorf werden im Rahmen eines Naturschutzprojektes Galloways und Schnucken gehütet.
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Auf dem Gelände des ehemaligen Truppenübungsplatzes in Wesendorf werden im Rahmen eines Naturschutzprojektes Galloways und Schnucken gehütet.

Wesendorf. Seit Juli läuft auf auf dem Gelände des ehemaligen Truppenübungsplatzes ein besonderes Projekt für den Naturschutz.

Durch Abhütung des offenen Weidegeländes von Galloway-Rindern und Heidschnucken soll der so schädlichen Traubenkirsche entgegengewirkt werden (das IK berichtete). Reiner Scharte von der Bundesforstbehörde lenkt vor Ort alles in die richtigen Bahnen. Sein erstes Fazit nach sieben Monaten: „Wir stehen dem Konzept weiterhin sehr positiv gegenüber. “.

Derzeit sei Scharte dabei, alle Ergebnisse zu sammeln, denn es gehe darum, verschiedene Methoden auszuwerten. „Die Ergebnisse werden nun noch mit der Unteren Naturschutzbehörde abgeklärt“, sagt Scharte auf IK-Anfrage. In der vergangenen Woche wurde die Traubenkirsche zusätzlich „gezogen“. Die Hoffnung ist, dass die so schädliche Pflanze nicht mehr nachwächst. Dazu dienen auch die Galloway-Rinder und Heidschnucken.

Weil man gegen die Traubenkirsche nicht chemisch vorgehen möchte, wird die Variante der Abhütung ausprobiert. Galloways, Ziegen und Schnucken fressen die Pflanze nämlich so weit ab, so dass keine neuen Auswüchse gebildet werden können. Uwe Gräbner vom Bundesforst erklärt, dass die Traubenkirsche auch im Winter befressen werden kann. Das sei nicht abhängig von der Jahreszeit. Der Vorteil sei aber, dass die Traubenkirsche im Winter nicht nach wachse. Bisher scheinen sich die Tiere auf dem Truppenübungsplatz wohlzufühlen. Bis zum Schneefall standen die Galloways im Gelände, sagt Diethelm Lilje, Geschäftsführer der Gallowayhof UG. Wie lange schließlich das Gelände von den Tieren beweidet wird, entscheidet Scharte. Er ist sporadisch vor Ort und verfolgt das Geschehen ganz genau. „Ich bin der festen Überzeugung, dass die Abhütung durchaus positiv ist“, meint Scharte im IK-Gespräch. Bevor genaue Ergebnisse bekannt gegeben werden, will er das Treffen mit der Unteren Naturschutzbehörde abwarten.

Von Maike Scholz

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