Wesendorf: Leiche in Waldstück von Pilzsammlern in Waldstück entdeckt / Seit einer Woche gesucht

80-jähriger Senior tot aufgefunden

+
Hunderte Einsatzkräfte waren bei der Suche nach dem vermissten 80-jährigen Wesendorfer im Einsatz, dessen Leiche am Sonnabend in einem Waldstück entdeckt wurde. Foto: Behrens

Wesendorf. Der seit vergangenem Montag vermisste 80-jährige Manfred Nadolny wurde am Sonnabend von Pilzsammlern in einem Waldstück nördlich des Wesendorfer Sees tot aufgefunden. Erste Ermittlungen der Polizei ergaben keine Hinweise auf Fremdeinwirkung.

Der vermisste demenzkranke Wesendorfer war mit großem Kräfteaufgebot gesucht worden. Laut Feuerwehr waren am Freitag noch die Kreisbereitschaften Nord und Süd der Schnelleingreifgruppe (SEG) im Roten Kreuz mit Unterstützung der Rettungshundestaffel aus Uelzen im Einsatz. Zuvor hatten nach Polizeiangaben erst ein und dann zwei Züge der Bereitschaftspolizei nach dem vermissten Senior gesucht. 100 Beamte aus Braunschweig und Hannover suchten etwa am Dienstag nach Angaben von Polizeisprecher Thomas Reuter gemeinsam mit vier Polizeireitern und acht Hundeführern aus Braunschweig (das IK berichtete). Außerdem kam auch eine Drohne der Kreisfeuerwehr Gifhorn, ausgestattet mit einer Wärmebildkamera, zum Einsatz. Die Suche war jedoch bis zum Sonnabend ergebnislos geblieben.

Laut Polizei ist Nadolny höchstwahrscheinlich erfroren. Er war für die kalten Nächte zu leicht bekleidet gewesen. Vermutlich sei er schon in der ersten Nacht nach seinem Verschwinden gestorben. Eine Leichenschau sei durchgeführt worden. Eine Obduktion muss nach Angaben der Polizei nicht zwangsläufig durchgeführt werden, wenn es keine Hinweise auf Fremdeinwirkung gibt. Ob in diesem Fall eine Obduktion durchgeführt werde, sei noch nicht klar: Das müsse jetzt in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft entschieden werden. Eine Obduktion würde dann auch darüber Aufschluss geben, wie lange die Leiche dort schon gelegen habe.

Kreisfeuerwehrsprecher Tobias Nadjib berichtet dem IK, dass Einsätze wie dieser für die Einsatzkräfte besonders belastend seien: „Sie wissen nicht, worauf sie treffen. Das geht an die Nerven.“ Daher würden – wie bei schweren Autounfällen – Notfallseelsorger hinzugezogen. Dabei handele es sich meist um örtliche Geistliche. An dem Tag, als die Drohne der Kreisfeuerwehr zum Einsatz kam, seien 40 Feuerwehrleute vor Ort gewesen. Sie hätten einen eigenen Suchabschnitt übernommen. „Bei solchen Einsätzen braucht man viele Menschen. Als Feuerwehr sind wir dann schnell vor Ort.“

Von Paul Gerlach

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare