Zu viel Geld auf der hohen Kante

400.000 Euro sind dahin – Strafzinsen und Inflation kosten der Samtgemeinde Wesendorf viel Geld

Inflation und Strafzinsen kosten der Samtgemeinde Wesendorf nun eine Menge Geld – 400.000 Euro.
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Inflation und Strafzinsen kosten der Samtgemeinde Wesendorf nun eine Menge Geld – 400.000 Euro.
  • Max Morrison
    vonMax Morrison
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Wesendorf – Die Samtgemeinde Wesendorf verliert Geld – insgesamt 400.000 Euro. Grund dafür sind Strafzinsen sowie die Inflation. Das erklärt Samtgemeindebürgermeister René Weber.

„Die Sparkasse wird ab 1. Januar 2021 Strafzinsen von -0,50 Prozent der Samtgemeinde für die aktuell auf den Konto liegenden 16,5 Mio. Euro abkassieren.“

Der Freibetrag beträgt 2 Millionen Euro, also müssen laut Weber auf 14,5 Millionen Euro Zinsen bezahlt werden. Das mache dann jährlich circa 72 500 Euro, die nun als Aufwand in die Haushalte noch eingearbeitet werden müssten. Ärgerlich zudem: Durch die Inflation kommt noch ein weiterer Werteverzehr dazu. Die Inflation beträgt aktuell 2 Prozent. Bei 16,5 Millionen Euro macht dies dann 330 000 Euro aus. „Insgesamt verliert die Samtgemeinde zusammen mit den Mitgliedsgemeinden für Strafzinsen und Werteverzehr durch Inflation über 400 000 Euro jährlich, die wir vorher dem Bürger in Form von Steuern abgefordert haben“, ärgert sich Weber.

Einen Kniff um aus dieser Situation zu kommen gibt es laut Weber nicht. Denn die Samtgemeinde kann lediglich entweder bei der Sparkasse oder Volksbank ihr Geld einzahlen. Diese beiden Banken würden nämlich auch im Falle einer Insolvenz dafür garantieren, dass die Samtgemeinde sowie die Kommunen ihr Geld zurückbekommen. Auch mehrere Konten mit jeweils maximal 2 Millionen Euro anzulegen sei nicht zulässig. Weber wirbt daher schon länger dafür, das Geld abzuschmelzen, damit es nicht verloren geht. Die negative Zinsspirale ist in seinen Augen auch angesichts der Corona-Pandemie noch nicht am Ende.

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