B 4 zwischen Wichelnförth und Groß Oesingen voll gesperrt / Fahrer hatte 1,7 Promille

40-Tonner landet im Graben

Schwerer Unfall auf der Bundesstraße 4: In der Nacht zum Donnerstag kam dieser Lkw südlich von Groß Oesingen von der Fahrbahn ab. Die Bergung des Sattelzuges dauerte bis gestern Mittag an. Foto: Frankewitsch

Groß Oesingen. Die Lkw-Unfälle im Gifhorner Nordkreis reißen nicht ab. Für einen Lastwagenfahrer aus Ludwigslust endete die Fahrt auf der B 4 zwischen Wichelnförth und Groß Oesingen in der Nacht zum Donnerstag im Seitengraben. Gegen 1.25 Uhr kam der 45- Jährige mit seinem 40-Tonner laut Polizeiangaben rechts von der Fahrbahn ab. 

„Vermutlich stand der Fahrer unter Alkoholeinfluss. Es wurde ein Promillewert von 1,7 festgestellt“, sagte Polizeisprecher Thomas Reuter auf Anfrage des IK.

Zuvor habe der Mann schon Warnbaken bei Groß Oesingen umgefahren. Der Lkw sei in Richtung Gifhorn unterwegs gewesen, als der Unfall passierte. „Dabei wurde der Mann in seinem Fahrerhaus eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden“, berichtete Reuter. 32 Rettungskräfte der Freiwilligen Feuerwehren Wahrenholz, Groß Oesingen und Pollhöfen waren vor Ort.

„Mit leichtem Werkzeug konnten wir den Fahrer befreien und dem Rettungsdienst übergeben“, sagte Einsatzleiter Olaf Seidel von der Feuerwehr Groß Oesingen. Der Fahrer sei ins Krankenhaus nach Celle gebracht worden.

Nach Angaben der Polizei wurde beim Unfall der Tank des Sattelzuges, der mit Haushaltswaren beladen war, so stark beschädigt, dass mehrere Liter Dieselkraftstoff ins Erdreich sickerten. „Die Untere Wasserbehörde des Landkreises Gifhorn war gegen Vormittag vor Ort“, erklärte Reuter.

Die Bergung des Lkw zog sich bis gestern gegen 13 Uhr hin. Während der Arbeiten war die Bundesstraße 4 voll gesperrt. Am 40-Tonner entstand laut Polizei ein Sachschaden in Höhe von etwa 70 000 Euro.

In diesem Fall war vermutlich Alkohol im Spiel. Bei anderen Lkw-Unfällen, die sich in der vergangenen Zeit in der Region ereignet haben, sei Übermüdung eine häufige Ursache gewesen, sagte Reuter. „Sekundenschlaf ist hier ein wichtiges Kriterium. Aber oft ist auch der Stress durch Termindruck eine Ursache. Wenn man dann einsam in einer Waldstrecke fährt, passieren oft Unfälle.“

Von Volker Althoff und Bernd Behrens

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