Wahrenholz: Gemeinderat stimmt dem Ausbau der Straßen „Steinsdorfer Platz“ und „An der Donau“ zu

220 000 Euro und ein Grünstreifen

Die Straße „Steinsdorfer Platz“ wird ausgebaut, so dass Parkplätze entstehen. Außerdem wird eine zusätzliche LED-Straßenlampe aufgestellt. Foto: Scholz

Wahrenholz. Der Ausbau der Straßen „Steinsdorfer Platz“ und „An der Donau“ beschäftigte die Wahrenholzer Ratsmitglieder am Donnerstagabend bei der Gemeinderatssitzung.

Heinrich Schulz vom Planungsbüro Schulz und Partner stellte die Pläne für die Straßenabschnitte vor. „Die Straße Steinsdorfer Platz ist eine relativ kleine Straße mit einem Wendehammer. In Zukunft stellen wir uns vor, die Straße auf 4,50 Meter zu verengen“, erklärte Schulz den Ratsmitgliedern.

Bei dieser Verengung sollen zwei Meter an einer Seite entstehen, um Parkplätze zu schaffen. „Die Straße ist jetzt asphaltiert. Es bietet sich eine Pflasterung an“, sagte der Planer. Die Parkplätze würden dringend gebraucht, damit die Gehwege nicht weiter zugeparkt werde.

Außerdem soll eine weitere Straßenlaterne in neuster LED-Ausstattung aufgestellt werden. Diese LED-Lampe strahlt mit 21 Watt und bringt somit eine Einsparung von 36 Euro im Jahr. „Es sind bereits Vorgespräche mit den Anliegern geführt worden, und die waren begeistert, dass endlich etwas passiert“, berichtete Bürgermeisterin Friedhilde Evers.

Das sei vor allem bei einer Kostenaufstellung wichtig, denn die Anwohner tragen einen Eigenanteil von 40 Prozent der Gesamtsumme, und die beläuft sich auf 80 000 Euro. „Die Maßnahme wird durch eine 50-prozentige EU-Finanzierung bezuschusst. Ein Bescheid liegt dann ohne Mehrwertsteuer bei ungefähr 35 000 Euro“, rechnete Schulz vor. Wichtig dabei sei allerdings, dass der Ausbau bis zum 30. Juni umgesetzt werde, um die EU-Gelder zu kassieren. Der Beschlussvorschlag zum Ausbau des „Steinsdorfer Platzes“ und die damit verbundene Aufnahme der Kosten in das Haushaltsjahr wurden von den Ratsmitgliedern einstimmig angenommen.

Diskussionen gab es bei den Ausbau-Vorstellungen der zweiten Straße „An der Donau“ durch den Planungsbüroleiter. „Vorgesehen ist hier, das Konzept zu verändern und einen zwei Meter breiten Gehweg zu planen. Laut Straßenverkehrsamt muss ein Bürgersteig eine Mindestbreite von 1,50 Meter besitzen“, erklärte Schulz. Die Fahrbahn wird auf fünf Meter erweitert. Es bleibt ein ein Meter langer Grünstreifen.

Genau dieser Grünstreifen entfachte eine Debatte unter den Wahrenholzer Ratsmitgliedern. Verschiedene Vorschläge wurden gemacht, ob dieser Streifen eher dem Gehweg hinzugeschlagen werden sollte oder ebenfalls gepflastert werde. Diese Vorschläge basierten auf den Bedenken der Ratsmitglieder, dass der Grünstreifen ebenfalls sauber gehalten werden müsse. Gerade jetzt in der Winterzeit sei ein so kleiner Streifen matschig, weil auch keinerlei Bäume oder Sträucher angepflanzt werden könnten.

„Wir einigen uns darauf, dass wir abwarten was die Anwohner dazu sagen, und dann entscheiden wir was mit dem geplanten Grünstreifen geschehen soll“, sagt Evers. Fest steht allerdings, dass die Straße wegen des Durchgangsverkehrs definitiv fünf Meter breit werden muss. Die Baumaßnahme wird Kosten von 140 000 Euro in Anspruch nehmen. Auch hier kann eine EU-Bezuschussung eingeplant werden. Geplant sind in der 130 Meter langen Straße „An der Donau“ auch vier Straßenlampen im Abstand von 35 Metern, so dass die LED-Technik zum Einsatz kommt. Der Beschlussvorschlag wurde einstimmig angenommen.

Von Maike Scholz

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