Samtgemeinde Wesendorf auf der Suche nach geeignetem Grundstück / Was wird aus alter Schule in Schönewörde?

180 000 Euro für Obdachlosen-Unterkunft

+
In der alten Grundschule in Schönewörde wird nicht mehr unterrichtet. Dort ist derzeit eine Unterkunft für Obdachlose integriert. Die Samtgemeinde möchte für 180 000 Euro nun ein neues Gebäude bauen.

Schönewörde. Das ehemalige Schulgebäude in Schönewörde wird schon seit längerem nicht mehr als Lernort genutzt, sondern dient derzeit der Unterbringung von Obdachlosen der Samtgemeinde Wesendorf (das IK berichtete).

Das soll sich allerdings so schnell wie möglich ändern. „Wir sind auf der Suche nach einem geeigneten Grundstück, um dann selbst zu bauen“, sagt Samtgemeindebürgermeister Walter Penshorn auf IK-Anfrage. Deswegen würden sich Bauingenieure zurzeit mit dem Vorhaben befassen. „Wir haben 180 000 Euro für das Bauvorhaben bereitgestellt. Diese Zahl beruht auf Schätzungen, aber ich gehe davon aus, dass die Mittel ausreichen“, meint Penshorn.

Momentan hat die Samtgemeinde einen Nutzungsvertrag für das alte Schulgebäude. Dadurch trägt sie die Kosten, aber das Schulgebäude soll in den Besitz der Gemeinde Schönewörde zurück gehen, sobald die neue Unterkunft zur Verfügung steht. Die Samtgemeinde erhält jährlich zwei bis drei Mitteilungen vom Amtsgericht über anstehende Zwangsräumungstermine. Betroffene sind dann häufig von Obdachlosigkeit bedroht. Vor allem bei Familien mit Kindern sei es wichtig, so Penshorn, eine schnelle und gute Lösung zu finden. Das Obergeschoss des ehemaligen Schulgebäudes bietet eine solche Unterbringungsmöglichkeit. Bereits im vergangenen Dezember machte sich die Verwaltung über Alternativen Gedanken. Neubau oder Mietverhältnis galt es gegeneinander abzuwägen.

Bei einem Mietverhältnis sei es schwierig, alle Anforderungen unter einen Hut zu bekommen. Räumlichkeiten müssen sowohl für Einzelpersonen als auch Familien ausreichen. Ein Grund, sich für einen Hausneubau zu entscheiden. Doch dazu muss nun ein geeignetes Grundstück her.

Auch die Gemeinderatsmitglieder aus Schönewörde machen sich Gedanken über eine Nachnutzung des alten Schulgebäudes. „Die Frage ist, was wir damit machen“, sagte der Bürgermeister von Schönewörde, Horst Schermer, bei einer Ratssitzung im vergangenen November.

Es gebe mehrere Möglichkeiten: „Zum einen könnte das Gebäude für Wohnungen genutzt werden. Eine zweite Möglichkeit wäre ein Investor, der sich für das Gebäude interessiert. Eine dritte Variante wäre, das komplette Grundstück mit Haus zu veräußern“, erklärte der Bürgermeister damals den Ratsmitgliedern in Schönewörde. An diesen Möglichkeiten hat sich bisher auch nichts weiter verändert: „Wir haben Vorstellungen wie die Suche nach einem Investor, aber wir brauchen zunächst den kompletten Leerstand des Gebäudes. Erstmal abwarten“, sagt Schermer im IK-Gespräch.

Von Maike Scholz

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare