Raser in kurzer Ortsdurchfahrt: Bürger und Samtgemeinde hoffen auf Reaktion von Polizei und Land

Zweite Messung in Hagen: 55 Prozent der Fahrzeuge zu schnell

Hagen hat ein Problem mit Rasern: Das hat jetzt auch die zweite Tempomessung im Ort an der L 280 bewiesen. Über die Hälfte der Verkehrsteilnehmer war zu schnell. Archivfoto: Morrison
+
Hagen hat ein Problem mit Rasern: Das hat jetzt auch die zweite Tempomessung im Ort an der L 280 bewiesen. Über die Hälfte der Verkehrsteilnehmer war zu schnell. Archivfoto: Morrison

Hagen – Das Problem ist nur allzu gut bekannt: Durch Hagen fahren viele Fahrzeuge mit erhöhter Geschwindigkeit (das IK berichtete). Bei einer zweiten Tempomessung am 15. August wurde dies nun erneut untermauert.

Die Analyse der Messdaten durch die Samtgemeindeverwaltung ist inzwischen abgeschlossen und zeigt wieder ein erschreckendes Ergebnis.

Ilka Bauke von der Verwaltung teilte bei der jüngsten Sitzung des Sprakensehler Gemeinderates mit, dass in dem Ort mit der kurzen Ortsdurchfahrt im Zuge der L 280 – während der Umleitungsphase durch die B 4-Bauarbeiten – 55 Prozent der Fahrzeuge zu schnell fuhren. Beängstigend: Der schnellste Pkw-Fahrer war mit 111 Sachen unterwegs, der schnellste Lkw mit stolzen 101 km/h. Bei der Sitzung war zu hören, dass auch Behren massiv unter dem Umleitungsverkehr zu leiden hatte.

Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel sagt dem IK zur Situation in Hagen, dass die Anwohnerin Anja Kleimann – die sich bekanntlich Sorgen macht, dass es früher oder später zu einem Unfall kommen werde – den Wunsch nach der zweiten Messung an die Samtgemeinde herangetragen habe. Es handele sich um eine Landesstraße, aber nichtsdestotrotz wolle man als Verwaltung mit den Geschwindigkeitsmessungen den Finger in die Wunde legen.

Taebel hofft, dass es von Seiten der Polizei und des Landes eine Reaktion darauf geben wird. „Es ist eine ganze kurze Ortsdurchfahrt.“ Von daher sei es schwierig, in der Angelegenheit etwas zu bewegen, verweist der Rathaus-Chef auf die knifflige Gesamtlage. (pg)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare