Gebiet soll um vier Hektar erweitert werden / Auf der Fläche steht schon ein Windrad

Zipfel für Windpark Langwedel?

+
Das Gebiet „Langwedel GF 12“ soll von 185 Hektar auf 189 Hektar erweitert werden.

Langwedel. Wo gibt’s neue Windräder, und wenn ja, wie viele? Diese Frage beschäftigt die Braunschweiger Region und besonders die Bürger in den betroffenen Gebieten. Das IK stellt in loser Folge die neuen möglichen Windparks im Nordkreis im Detail vor.

Bereits am Mittwoch ging es mit den Planungen für Langwedel weiter.

Bei allen Angaben handelt es sich um Daten aus dem Entwurf des Zweckverbandes Großraum Braunschweig (ZGB) – ein Planungspapier, das durch die Beteiligung der Öffentlichkeit im Zuge des Raumordnungsverfahrens noch diverse Änderungen erfahren kann (siehe Kasten).

Das vorgesehene Gebiet „Langwedel GF 12 Erweiterung“ liegt südlich von Langwedel und Lingwedel, südöstlich von Oerrel und nördlich von Teichgut. In dem vorhandenen Eignungsgebiet GF 12 sind 14 Windräder mit 28 MW potenziell installierter Leistung errichtet worden. Mit dem Windrad in der geplanten Erweiterungsfläche wären es dann 15 Anlagen. Nördlich verläuft die K 87 in westöstlicher Richtung, die K 7 in nordsüdlicher Richtung. Die Potenzialflächen sind durch mehrere Wirtschaftswege erschlossen.

Durch die Einhaltung des 1000-Meter-Abstandes zum südwestlichen Ortsrand von Oerrel werden die beiden nordöstlichen Potenzialflächen laut ZGB derart beschnitten, dass aufgrund der benachbarten, bestehenden Windräder sich keine realistische Aufstellungsmöglichkeiten für weitere Windräder ergebe. Somit entfielen diese beiden Potenzialflächen. Aufgrund des Abstandes zur Schwarzwasserniederung als landesweit bedeutendes Nahrungshabitat des Schwarzstorches sowie Brutplatz des Rotmilans ist die westliche Potenzialfläche laut ZGB nicht entwickelbar. Im Norden werde nur ein kleiner Zipfel miteinbezogen, da dort schon ein Windrad errichtet worden sei. Die südliche Potenzialfläche soll aufgrund einzuhaltender Abstände entfallen. Die südöstliche Potenzialfläche werde nicht entwickelt, weil die Kompaktheit des Gebietes verloren gehen würde.

„Die Übernahme und vorgesehene Erweiterung des Gebiets in das fortgeschriebene Raumordnungsprogramm sind unter Umweltgesichtspunkten unbedenklich“, heißt es seitens des ZGB.

Bernd Rodewald, Bürgermeister der Gemeinde Dedelstorf, sagt auf IK-Anfrage: „Ich glaube nicht, dass noch eine Eingabe kommt.“ Ganz ausschließen könne er diesen Fall jedoch nicht. Laut Rodewald wollen die Ratsmitglieder sich über die Windkraftplanung noch einmal unterhalten. „15 Windräder sind aus meiner Sicht in Ordnung.“

Von Paul Gerlach

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare