muss raus Nachtigall-Insel soll „befreit“ werden

Das Zeug

Wenn es nach den Vorstellungen des Bauausschusses der Gemeinde Hankensbüttel geht, soll die Nachtigall-Insel wieder eine echte Insel werden. Dafür müssen Wasserpflanzen und Morast entfernt werden. Vielleicht gemeinsam mit Ehrenamtlichen? Foto: Boden

Hankensbüttel. Die Nachtigall-Insel soll wieder eine echte Insel werden – da war sich der Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss der Gemeinde Hankensbüttel am Dienstagabend einig. Über das „Wie“ besteht noch keine endgültige Klarheit.

Nach einem Artikel im IK hatte der Heimatverein die Angelegenheit bei der Gemeinde auf die Tagesordnung gebracht, nun landete das Thema erstmals auf der Agenda eines Ausschusses. Bei einer Ortsbesichtigung überzeugten sich die Mitglieder nicht nur vom Mückenreichtum des Kleinods im Hagen, sondern auch davon, dass der Bereich um die Insel herum in der Tat stark am Verlanden ist.

An diesem Eindruck änderte auch die Tatsache nichts, dass die Gemeinde das Wasser derzeit etwas stärker anstauen lässt. Fließgeschwindigkeit war in dem Gewässer, das aus einem Bach und vielen kleinen Quellen gespeist wird, kaum zu beobachten. Das Fazit des Ausschusses: Das Zeug muss raus.

Den Einsatz von schwerem Gerät schloss Gemeindedirektor Heinz Gödecke aus – damit werde vermutlich mehr Schaden als Nutzen angerichtet. Klaus-Dieter Gruhm als interessierter Bürger und passionierter Angler regte an, gleich den ganzen Bach bis zur Mündung in den Emmer Bach umzugestalten, damit die Schwebstoffe besser abtransportiert werden. Ein Projekt das – das war schnell klar – eine Nummer zu groß wäre.

So könnte es nun sein, dass im Rahmen eines Aktionstages mit Hilfe von Bauhof-Mitarbeitern und Ehrenamtlichen die Insel von dem sie umgebenden Schlick befreit wird. Zuvor muss aber noch geklärt werden, welche Maßnahmen konkret nötig sind. Gödecke will dazu auch den Rat von Fachleuten des Landkreises einholen. Dann soll ein Beschluss gefasst werden.

Von Holger Boden

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