Obernholz: Gemeinde will sich bei Ausgaben zurückhalten / Forstwegebau und Unterhaltung der Straßen auf Agenda

„Wir sind nach wie vor schuldenfrei“

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Der Neubau des Wierstorfer Feuerwehrgerätehauses soll in diesem Jahr angegangen werden. Foto: Archiv

Obernholz. „Wir werden wohl ohne Darlehensaufnahme durch das Jahr kommen“, berichtet Werner Rodewald, Bürgermeister der Gemeinde Obernholz. „Wir sind trotz des nicht ausgeglichenen Haushaltes nach wie vor schuldenfrei."

Das Defizit könne durch Rücklagen ausgeglichen werden und es bliebe auch noch eine Reserve übrig. Mittelfristig sei wieder mit besseren Einnahmen zu rechnen: etwa durch deutlich mehr Gewerbesteuern durch Windkraftanlagen. Trotzdem wolle die Gemeinde bei den Ausgaben zurückhaltend sein. „Wir bleiben bescheiden.“

Werner Rodewald

Die Gemeinde will in diesem Jahr die Straßen- und Wegeunterhaltung angehen. Der Posten wurde von 30 200 Euro für das Jahr 2013 auf 50 000 Euro in 2014 erhöht. Im Februar soll über entsprechende Maßnahmen beraten und dann zügig entschieden werden, welche Teilstücke saniert werden sollen, so Rodewald. Dies entscheide sich danach, welche Straßen und Wege am wichtigsten und gleichzeitig in einem schlechten Zustand seien. Im Gespräch sind hierfür Teilstücke in Steimke und Bottendorf. „Die Befahrbarkeit muss gegeben sein“, sagt Rodewald. Innerorts werde weiter nach der Maxime verfahren, dass möglichst repariert und nicht neugebaut werden soll.

Laut Rodewald sind außerdem Mittel bei der Förderung des Forstwegebaus im Haushalt eingeplant worden. „Da gibt es aber noch keine Zusage, ob und in welcher Höhe Mittel fließen.“ Möglich wäre laut Rodewald eine Strecke von zwei Kilometern.

Die Arbeiten an den drei Windkraftanlagen bei Bottendorf und zwei im Bereich Wettendorf schreiten laut Auskunft des Bürgermeisters weiter voran. Die Fundamente seien fertig und die Erschließungsanlagen ausgebaut. Nach der Fertigstellung der Anlagen wird laut Rodewald geprüft werden, ob durch den Schwerlastverkehr Schäden entstanden seien.

In 2014 soll laut Bürgermeister außerdem das neue Feuerwehrgerätehaus in Wierstorf angegangen werden: „Die Gemeinde wird das positiv begleiten.“ In puncto Dorferneuerung und beim Städtebauförderungsprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden“ soll laut Rodewald geschaut werden, „ob wir dort Möglichkeiten haben, etwas Sinnvolles mit in die Förderung aufzunehmen“. Ein langgehegter Wunsch der Gemeinde ist laut Rodewald eine Verbreiterung an der Kreisstraße Richtung Ortseingang Schweimke an der östlichen Seite bei der Zuwegung zum Schützenhaus. „Bisher war das finanziell nicht möglich.“

Außerdem bleibe der LTE-Empfang in Schweimke weiter ein Thema, berichtet Rodewald mit Blick auf die dortigen Probleme (das IK berichtete). „Dort bleiben wir am Ball.“ Die Gemeindeverwaltung habe Kontakt zum zuständigen Ministerium. „Die Antworten stehen aber noch aus.“

Kleinere Veränderungen soll es bei der Flächennutzungsplanung geben: Neben der Fläche am südlichen Ortseingang von Bottendorf soll auch Schweimke am westlichen Ortsrand noch abgerundet werden. „Die Fläche, die als erweitertes Hofgrundstück genutzt wird, kommt in den F-Plan“, sagt Rodewald.

Von Paul Gerlach

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