Wentorfer Wehren freuen sich über Platz 2 und 13 beim Landeswettbewerb / Nun steht ein Generationswechsel bevor

„Wir haben alle in Grund und Boden gelaufen“

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Die Gruppe Wentorf 1 zeigte eine starke Leistung.

pg Wentorf. Der Wentorfer Ortsbrandmeister Horst-Peter Lüning ist mächtig stolz auf seine Kameraden bei der Wehr. Die Gruppe Wentorf 1, die Lüning anführt, holte Platz zwei beim Landeswettbewerb der Feuerwehren in Soltendieck.

Die Gruppe Wentorf 2 errang Platz 13 (das IK berichtete).

„Wir haben alle in Grund und Boden gelaufen“, berichtet Lüning. Wenn da nur nicht die zehn Fehlerpunkte gewesen wären, die der Gruppe den Sprung nach ganz vorne verwehrten. „Die Leistung war optimal. Wir waren auf allen vier Bahnen und bei der Gesamtzeit die Besten. Der Fehler hat uns zurückgeworfen. Sonst hätten wir mit deutlichem Abstand den Landesmeistertitel geholt“, sagte Lüning gegenüber dem IK. „Irgendwann werden wir uns über diesen Erfolg freuen. Momentan ist die Enttäuschung über den Fehler zu groß.“ Die Rahmenbedingungen seien gut gewesen und das Wetter habe mitgespielt.

Die Zeiten der Gruppe Wentorf 2 waren laut Lüning mittelmäßig. „Mit Platz 13 waren wir entsprechend gut bedient“, sagt Gruppenführer Heinz-Günther Buhr. Die zweite Gruppe habe zwar mit null Fehlerpunkten vorgelegt, aber die Zeiten hätten nicht ausgereicht. „Trotzdem sind wir ganz zufrieden“, sagt Buhr. Bei Wentorf 2 sind drei Mädchen im Alter von 17 bis 19 Jahren dabei. Neben zwei 54-Jährigen setzt sich der Rest der Truppe aus 16- bis 24-Jährigen zusammen.

Für ihre Anstrengungen wurden die Mitglieder der Gruppe Wentorf 1 mit Platz zwei belohnt.

„Mit so einer kleinen Wehr mit zwei Mannschaften beim Landeswettbewerb dabei zu sein, ist schon recht erstaunlich“, sagt Buhr stolz. Über 6000 Gruppen gebe es in Niedersachsen. „Gerade Platz zwei ist da nicht übel.“ Die Wentorfer Gruppen qualifizierten sich über den Leistungswettbewerb der Ortsfeuerwehren der Samtgemeinde Hankensbüttel, den Kreiswettbewerb in Triangel und den Landesvorentscheid in Wolfsburg im vergangenen Jahr. Beim Landeswettbewerb mussten die Gruppen mit je neun Mann eine Wasserversorgung aufbauen, einen Brand von einer Plattform aus bekämpfen und Schlauchleitungen auf Zeit verlegen. Die Wentorfer Wehren waren in diesem Jahr zum neunten Mal dabei. Bisher holten sie sieben Bezirksmeister-Titel und zehn Kreismeister-Titel. Der Landesmeister-Titel fehlt noch in der Sammlung.

„Die biologische Uhr läuft gegen uns“, sagt Lüning. „Jetzt sind die jungen Mitglieder gefragt.“ Möglicherweise ziehen sich die älteren Kameraden zurück und Wentorf geht nur noch mit einer Gruppe an den Start.

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