Bei Wettendorf, Langwedel und Bokel soll sich mittelfristig noch einiges tun

Windpläne: Hoffen auf grünes Licht

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Die gelb eingefärbte Fläche ist beim Windpark Wettendorf GF 1a Erweiterung für die neuen Anlagen vorgesehen. Es ist Platz für rund fünf Windräder.

Samtgemeinde Hankensbüttel. In die Windkraftpläne auf dem Gebiet der Samtgemeinde Hankensbüttel könnte nach längerem Stillstand nun wieder Bewegung kommen. Neue Anlagen werden aber wohl erst im nächsten Jahr gebaut werden, ist zu hören.

Die weitere Vorgehensweise durch den Regionalverband Großraum Braunschweig (RGB): Mitte Februar ist ein nichtöffentlicher Erörterungstermin an. Dessen Ergebnisse werden erneut in die Planung eingearbeitet. Im Mai soll die Verbandsversammlung den Satzungsbeschluss fassen.

Dirk Niebuhr

Auch bei der zweiten Offenlegung des Raumordnungsprogrammes des RGB ist der Windpark Wettendorf GF 1a Erweiterung weiterhin dabei. Die geplante Erweiterung (das IK berichtete) soll 128 Hektar groß sein. Zusammen mit dem Bestand soll der Windpark dann auf insgesamt 315 Hek-tar anwachsen. Dirk Niebuhr, einer der Sprecher der Gemeinschaft der Grundstückseigentümer beim sogenannten Harsahl-Projekt, geht davon aus, dass auf der Erweiterungsfläche Platz für fünf neue Windräder ist. „Da ist aber noch kein Stempel drunter.“ Wenn es vom RGB endgültig grünes Licht gebe, müsse es innerhalb von drei Monaten auch eine Entscheidung aus Hannover geben, ob das Ganze so genehmigt werde. Nach einem möglichen Satzungsbeschluss durch den RGB könne die Baugenehmigung beantragt werden. Da ja auch eine Ausschreibung nötig ist, rechnet Niebuhr damit, dass das Vorhaben erst 2019 in Gang kommt. Die Grundstückseigentümer würden sich freuen, wenn es losgehe. Denn statt der ursprünglich 8 oder 9 Cent Vergütung pro Kilowattstunde seien es dann wohl noch fünf Cent. „Das ist ernüchternd“, sagt Niebuhr. Die Leute wollen in Bürgerparks investieren, so der Sprecher. Die Grundstückseigentümer würden aus ganz Deutschland kommen und Interesse zeigen – gerade angesichts der niedrigen Sparzinsen.

Obwohl die Fläche des Windparks am Ende insgesamt deutlich kleiner ausfallen werde als erhofft, seien die Grundstückseigentümer soweit zufrieden, sagt Niebuhr. Jetzt müsse das Ganze aber auch umgesetzt werden, auch vor dem Hintergrund der Energiewende. Wie der Strom dann aus der Region abfließe, müsse die Politik in Berlin lösen. „Aber das kriegt man geregelt“, ist sich der Sprecher sicher. Die Kommunen würden davon profitieren. Da sich auch die Technik bei den Windrädern weiter entwickele, könnten die „großen Verluste“ aus der Vergangenheit durch eine höhere Effizienz der Anlagen aufgefangen werden, so Niebuhr.

Auch der Windpark Langwedel GF 12 Erweiterung soll bekanntlich vergrößert werden. Die Erweiterung des Vorranggebiets ist auf 19 Hektar Fläche festgesetzt. Das reicht laut RGB für ein Windrad mit einer potenziellen installierten Leistung von drei Megawatt (MW). In der Bestandsfläche von 185 Hektar stehen bislang 14 Anlagen mit 28 MW. Die Gesamtfläche des Windparks würde dann 204 Hektar betragen – mit 15 Windrädern und einer Leistung von 31 MW.

Das geplante neue Windgebiet Bokel 01 mit einer Größe von 88 Hektar und Platz für sechs Anlagen mit 18 MW Leistung ist laut RGB ebenfalls als Potenzialfläche geeignet.

Zum Gebiet Zahrenholz 01, südlich von Steinhorst, folgt noch ein weiterer IK-Bericht. Die Flächen Bokel 02, Lingwedel 01 und Wierstorf 01 gelten dagegen weiterhin als ungeeignet.

Von Paul Gerlach

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