Angst vor Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Steinhorst: Gehegebesitzer weist Kritikpunkte der Gemeinde zurück

„Wildschweine haben keine Toilette“

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26 Wildschweine werden an der Räderloher Straße gehalten. Die Gemeinde äußert Kritik mit Blick auf Hygienevorschriften.

Steinhorst. In Steinhorst machen sich Bürger Sorgen, dass dort die Afrikanische Schweinepest (ASP) ausbrechen könnte.

Dabei handelt es sich um eine fieberhafte, hoch ansteckende Allgemeinerkrankung bei Haus- und Wildschweinen mit seuchenhaftem Verlauf, hoher Krankheitshäufigkeit und hoher Sterblichkeit.

Verursacht wird die Erkrankung durch ein ASP-Virus. Für den Menschen und andere Haustierarten ist die Afrikanische Schweinepest nicht gefährlich. Ein Impfstoff ist nicht verfügbar und wird auch auf absehbare Zeit nicht zur Verfügung stehen.

Die Sorgen aus der Bevölkerung sollen lauter werden, heißt es seitens der Gemeinde. Das Wildschweingehege an der Räderloher Straße (das IK berichtete) war daher auch erneut Thema in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. Die Nachrichten über ASP machten die Angst noch stärker, heißt es. Ein Merkblatt des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) verbiete das Füttern von Speiseresten. Genau das werde aber dort gemacht. Essensreste würden gezielt – und wahrscheinlich auch ohne Kenntnis des Gehegehalters – gebracht und über den Zaun gefüttert.

Von Paul Gerlach

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