Erneuter Vorfall im Baugebiet Hässelmühlenweg sorgt für mächtig Unmut

Wieder Ärger wegen Baumschnitt in Hankensbüttel

Wiederholt kam es im Baugebiet Hässelmühlenweg zu Baumschnitt durch Anlieger. Deswegen gibt es Ärger.
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Wiederholt kam es im Baugebiet Hässelmühlenweg zu Baumschnitt durch Anlieger. Deswegen gibt es Ärger.
  • Paul Gerlach
    VonPaul Gerlach
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Hankensbüttel – Wieder Ärger durch Baumschnitt im Hankensbütteler Baugebiet Hässelmühlenweg: In einer Anliegerstraße wurden erneut Bäume im Seitenraum massiv zurechtgestutzt.

Das sorgte am Donnerstag für Unmut, als der Vorfall unmittelbar vor Beginn der Sitzung des Umweltausschusses gemeldet wurde. Peter Dietz (Grüne) war von empörten Passanten darauf aufmerksam gemacht worden.

Bereits zuvor war es bekanntlich im Baugebiet immer wieder vorgekommen, dass laut Verwaltung die dort von der Gemeinde gepflanzten Bäume (Winterlinden und Vogelbeere) widerrechtlich durch Anwohner ausgeästet wurden. Das Ausästen hinterlasse ein ziemlich unansehnliches Bild. Die Bäume seien teilweise als solche nicht mehr zu erkennen. Im Übrigen könne es nicht sein, dass Dritte Rückschnitte an fremdem Eigentum vornehmen. Daraufhin war eine Anzeige erstattet worden.

„Es ist eine Frechheit, dass sich an den Bäumen vergriffen wird“, kritisierte Heinz Gödecke von der Verwaltung bei der Sitzung scharf. Das Ganze sei nicht fachgerecht geschehen, die Bäume seien verunstaltet worden. Es sei keine Baumkrone mehr vorhanden und es handele sich um eine optische Beschädigung. „Das ist sofort zu ahnden“, sagte Claudia Schulze (CDU). Die Betroffenen seien privatrechtlich heranzuziehen, um sich bei ihnen Geld wiederzuholen, sagte ihr Fraktionskollege Christian Speitling. Dabei könne es nur um eine Entschädigung in Form von Schadensersatz gehen, da Sachbeschädigung ein strafrechtlicher Begriff sei, so Bürgermeister Dirk Köllner. „Wir heißen die Anzeige gut.“ Speitling betonte, dass der angerichtete Schaden taxiert werden müsse. Gödecke will nun rechtlich prüfen, inwiefern Schadensersatz und eine Wiederherstellung der Bäume möglich sind.

Ratsfrau Elisabeth van Werde sprach sich dafür aus, dass im Frühjahr darauf geschaut werden soll, wie sich die beschnittenen Winterlinden entwickeln. Aber natürlich gehe es überhaupt nicht, an fremdes Eigentum zu gehen. Sie sprach sich ebenso wie Thomas Sordel (SPD) und Reinhard Weißmann (WIH) dafür aus, mit denjenigen zunächst zu sprechen, die den Baumschnitt vorgenommen haben. Laut Sordel sollte der nächste Schritt erst eingeleitet werden, wenn es keine Einsicht in das Fehlverhalten gebe.

Köllner hingegen sah das anders: „Der Rat muss ein Zeichen setzen.“ Bei vier Ja- und zwei Nein-Stimmen sowie einer Enthaltung empfahl der Ausschuss an den Rat, dass für das unerlaubte Ausästen von Bäumen durch Dritte Anzeige zu erstatten ist. Gleichzeitig soll die Verwaltung die Möglichkeit von Schadensersatzforderungen prüfen.

Die endgültige Entscheidung zur Vorgehensweise in Reaktion auf den Baumschnitt wird der Rat bei seiner Sitzung am Donnerstag, 10. Dezember, treffen.

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