„Wie zuhause fühlen“

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Gestern spielten die Grundschüler Monopoly zum Ausspannen nach der Schule. Kita-Leiterin Sabine Bernsdorf (l.), Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel (hinten) und Andrea Zoch (r.) schauten zu.

Hankensbüttel - Von Sabine Peter. Während die Kita-Kinder in der Hankensbütteler DRK-Kindertagesstätte gerade ihre Mittagsruhe haben, berichten in einem anderen Raum einige Grundschüler gerade, was sie in der Schule erlebt haben, bevor zusammen gespielt wird und in der Gruppe die Hausaufgaben erledigt werden. Die Kita im Fillergrund bietet Eltern seit August 2010 eine außerschuliche Betreuung für Grundschüler an.

Seit vergangenen Freitag sind die derzeit acht Grundschüler nun in einem eigenen Raum untergebracht. Davor waren sie in einer Ganztags-Kita-Gruppe integriert, wie Leiterin Sabine Bernsdorf berichtet. Das Angebot der außerschulischen Betreuung finde viel Zuspruch, acht Kinder sind es derzeit, die Tendenz sei aber steigend. Die Betreuung kommt in Familien, in denen beide Elternteile arbeiten, gut an. Hankensbüttels Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel ist froh, dass das DRK auf diesem Gebiet Unterstützung leiste.

Die Kinder werden von einer ausgebildeten Kraft intensiv betreut. Andrea Zoch hat in Isenbüttel schon außerschulische Betreuung geleistet, wie Bernsdorf erzählt. Nach Schulschluss holt Zoch die betreffenden Grundschüler von der Karl-Söhle-Schule ab. In der Kita wird gemeinsam zu Mittag gegessen, wofür ein Caterer sorgt. Dabei haben die Mädchen und Jungen meist viel zu erzählen und berichten von ihrem Schultag, sagt Zoch. „Sie sollen sich wie zuhause fühlen“, sagt Bernsdorf.

Danach ist ersteinmal gemeinsames spielen in einer Ruhephase – gern auch draußen – angesagt, bevor zusammen die Hausaufgaben gemacht werden. Zoch beaufsichtigt die Kinder dabei. „Die Eltern sind aber für das Überprüfen der Aufgaben zuständig“, erklärt sie. Der kleinen Gruppe Grundschüler macht die Betreuung sichtlich Spaß, das bestätigen die Mädchen und Jungen auch. „Suppe und Pudding“ gab es gestern zum Mittag. Am Nachmittag werden die Kinder abgeholt, die Betreuung geht bis 16.30 Uhr.

Das Angebot richtet sich an Grundschüler, derzeit sind Erst- und Viertklässler in der Gruppe der außerschulischen Betreuung. Für dieses Angebot gibt es eine separate Gebührenstaffelung, die nach der Stundenzahl der Betreuung und dem Verdienst der Eltern berechnet wird, erläutert Bernsdorf. Für Samtgemeinde und DRK-Kita ist dieses Angebot der erste Schritt zu einem Hort.

Den Namen Hort darf die außerschulische Betreuung laut Taebel aber nicht tragen, da „bestimmte rechtliche Vorgaben in der Tiefe nicht erfüllt“ seien. Die außerschulische Betreuung in ihrer momentanen Form sei eine Übergangslösung. Denn die Nachfrage ist steigend. Man müsse sehen, wie es in Zukunft weiter gehen wird.

In den Ferien läuft das Betreuungsangebot weiter zu den gebuchten Zeiten wie während der Schulzeit. Da dann aber keine Hausaufgaben anstehen, kann die Gruppe viel mehr unternehmen und Zoch könne mehr pädagogische Arbeit leisten. Mal eine Eisbombe essen gehen oder ein Besuch im nahe gelegenen Otter-Zentrum stehen dann beispielsweise auf dem Programm.

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