Obernholz: Gemeinde wird nach und nach ausgestattet / Bürgermeister hält Ausbau im Frühjahr 2019 für sinniger

Wettendorf bekommt neue Haltestelle

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Die Haltestelle in Wettendorf soll als erste in Obernholz erneuert werden, dazu die Kreisstraße 13.

Wierstorf. Eisiger Ostwind und Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt hielten die Mitglieder des Gemeinderats Obernholz am Samstag nicht von der geplanten Bereisung ab. Danach traf sich der Rat bei Quickenstedt zur Sitzung, auch um das zuvor Gesichtete zu besprechen.

Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel berichtete, dass alle Haushalte bei der Kommunalaufsicht zur Prüfung vorliegen. In der Verwaltung habe man eine Stelle ausgeschrieben, die Förderungsmöglichkeiten auch für die Mitgliedsgemeinden bearbeiten soll. „Dann gibt es einen direkten Ansprechpartner. Die Aufgaben werden mehr“, sagte er. Denn von den Fördertöpfen gebe es einige.

Vor allem der barrierefreie Umbau der Bushaltestellen steht derzeit auf der Tagesordnung. Hier soll es nach dem Willen des Rates zuerst um die Haltestelle auf der Hauptstraße in Wettendorf gehen. Denn der Kreis hat geplant, die Hauptstraße, vom Status her eine Kreisstraße (K 13), in diesem Jahr zu erneuern. „Der Haushalt des Kreises ist allerdings noch nicht verabschiedet“, gab Taebel zu bedenken. Der Ausbau, der laut Bürgermeister Werner Rodewald bereits seit 1992 immer wieder mal zur Diskussion steht, könnte sich daher bis ins nächste Jahr hinziehen. „Ein Ausbau in diesem Herbst ist möglich, aber sinnvoller wäre er im Frühjahr 2019“, sagte Taebel. Die Bushaltestelle sei dagegen von der Gemeinde umzubauen. Und da hat man bereits einen Förderantrag im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms gestellt, wie Rodewald sagte. Über Zuschüsse von der Landesnahverkehrsgesellschaft und dem Regionalverband seien jedoch mit einer 87,5-prozentigen Förderung mehr Zuschüsse möglich, gab er zu bedenken, weswegen man sich für diese Förderung entscheiden sollte. Alle Förderungen in Anspruch zu nehmen, gehe nicht. Auch wenn der Zeitpunkt des Umbaus wohl praktisch erst im kommenden Jahr vollzogen werde, sollen für die Haltstelle in Wettendorf bereits in diesem Jahr 45 000 Euro in den Haushalt eingestellt werden.

Rodewald wurde vom Rat ermächtigt, einen Antrag auf Förderung zustellen. Das muss bis Mai geschehen, der Ausbau der Haltstelle werde dann nicht vor 2019 möglich sein, weil ein vorzeitiger Maßnahmebeginn seitens der Zuschussgeber ausgeschlossen ist. „Auch wenn die Straße bereits in diesem Jahr saniert wird, sind wir mit der Haltestelle erst im kommenden Jahr dran“, sagte Rodewald. Der Antrag im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms soll demnach zurückgezogen werden. „So spart man sich dort die Bearbeitung“, sagte Rodewald. Im kommenden Jahr soll dann die Haltstelle in Steimke in den Haushalt aufgenommen werden. Ziel sei es, alle Ortsteile nach und nach mit neuen Bushaltestellen zu versehen, so der Rat.

Von Burkhard Ohse

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