Otter-Zentrum Hankensbüttel bereitet sich auf neue Saison Anfang Februar vor

Werkeln hinter den Kulissen

Damit die Tiere noch besser gesehen werden, sind einige Umbauten im Otter-Zentrum geplant. Foto: Archiv

Hankensbüttel. Auch wenn es nach außen so aussieht als sei es ruhig im Otter-Zentrum, das täuscht: Hinter den Kulissen wird fleißig gearbeitet, damit die neue Saison Anfang Februar beginnen kann.

So bekommt beispielsweise das Hermelingehege eine neue Umzäunung, erzählt Mark Ehlers, Leiter des Hankensbütteler Otter-Zentrums. Ein wenig Schnee zur Saisoneröffnung wäre auch nicht verkehrt, dann können die Besucher nämlich ein Naturschauspiel erleben. Bei den Hermelinen färbt sich das Fell, sie werden weiß.

Nach einer erfolgreichen Saison 2011 rüstet sich das Otter-Zentrum für das neue Jahr und hat auch etliche Pläne. So sollen das Ohre- und Ise-Projekt fortgeführt werden (das IK berichtete). Auch an der Alster in Hamburg ist die Aktion Fischotterschutz, deren Vorstandsvorsitzender Mark Ehlers ebenfalls ist, aktiv. Auch dort geht es um die Verbesserung der Gewässer.

So werden Strömungslenker eingebaut (das Wasser fließt in Kurven) und Kies in die Gewässersohle eingearbeitet. „Das ist wichtig für den Erhalt von Kleinlebewesen und das Überleben von Fischen“, sagt Ehlers. Diese Arbeiten werden gemeinsam mit Naturschutzverbänden und auch in Absprache Landwirten durchgeführt, unterstreicht Ehlers. Finanziert werden das Ohre- und Ise-Projekt, die im vergangenen Jahr angeschoben wurden, über den Verbund Naturschutzpartner Niedersachsen, in dem sich rund 80 Organisationen und Firmen zusammengeschlossen haben.

Viel Arbeit werden die Mitarbeiter im Laufe des Jahres in den Erhalt der Anlage stecken, verrät Ehlers. So werden Spiele und Installationen neu gebaut und der Fischotter-Überlebensparcours wird komplett erneuert. Die Kosten werden auf rund 10 000 Euro geschätzt.

Auch an den Gehegen sollen Sichverbesserungen vorgenommen werden. Beispiel Baummarder-Gehege: Bei der Vielzahl der Besucher haben die hinteren Reihen eine schlechte Sicht auf die Tiere. Das soll durch neue Balustraden und Glasfronten geändert werden. So haben die Besucher, hier insbesondere die Kinder, einen besseren Blick auf die Tiere.

Diese Arbeiten werden durch Mitarbeiter des Zentrums und des Bundesfreiwilligendienstes durchgeführt, der den Zivildienst ersetzt hat. Derzeit sind 15 so genannte „Buftis“ aller Altersgruppen im Otter-Zentrum tätig, entweder für ein halbes oder ein ganze Jahr. „Die machen eine gute Arbeit und sind sehr engagiert“, lobt Mark Ehlers. Insgesamt hat das Otter-Zentrum mehr als 60 Mitarbeiter.

Seit dem vergangenen Jahr gibt es einige Bienenvölker auf dem Gelände, die die Imkerin Manuela Schulze aufgestellt hat. Dieser Bereich soll ausgebaut werden. Ziel ist es, auf spielerische Art und Weise das Leben der Bienen zu erklären.

Viel wird über die Klimaveränderung und das Artensterben geschrieben. Hier will das Otter-Zentrum gegenhalten und Programme entwickeln, um das Thema für Schulklassen und die Besucher aufzuarbeiten, so dass es jeder versteht und sich etwas im Umgang mit der Natur verändert.

Sehr gut gelaufen ist die Saison im vergangenen Jahr. Über Details wird das IK noch berichten.

Von Walter Manicke

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