Räumlich gerät die Schule an Grenzen

Wenig Spielraum am Gymnasium Hankensbüttel: Um- statt Anbau angesagt

Am Hankensbütteler Gymnasium wird auf Um- statt Anbauten gesetzt. Räumlich ist kaum Spielraum.
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Am Hankensbütteler Gymnasium wird auf Um- statt Anbauten gesetzt. Räumlich ist kaum Spielraum.

Hankensbüttel – Mit Blick auf die Rückkehr zu G 9 sind sowohl am Humboldt-Gymnasium als auch am Otto-Hahn-Gymnasium in Gifhorn Erweiterungsbauten durch Millioneninvestitionen geplant. Auch am Hankensbütteler Gymnasium herrscht Raumnot.

Darauf weist Schulleiterin Cornelia Röhrkasten seit Jahren hin. Da es aber aufgrund der räumlichen Bedingungen an der Schule und in deren Umfeld mit einem Anbau schwierig werden dürfte, wird auf Umbauten gesetzt. Röhrkasten schildert im IK-Gespräch die aktuelle Situation an ihrer Bildungsstätte.

Schwierig ist gerade insbesondere die Situation in Sachen Lehrerzimmer. Bisher wurde die Mensa als Lehrerzimmer genutzt, diese wurde jetzt aber wiedereröffnet und steht somit nicht mehr zu Verfügung. „Im eigentlichen Lehrerzimmer können wir teilweise den Abstand nicht wahren“, erläutert Röhrkasten. Alle anderen Räume wurden zu Klassenzimmern umfunktioniert, der Lehrer-Ruheraum, der Kraftraum für die Ruderer und selbst Informatikräume seien durch den Landkreis in den Sommerferien für den normalen Unterricht umgebaut worden. Es gebe keinen separaten Oberstufenraum, eigentlich seien zwei vorgesehen, so Röhrkasten. „Jeder Raum wird genutzt, es ist alles voll.“

1200 Schüler sind aktuell an der Schule, durch G 9 ist schließlich ein kompletter Jahrgang hinzugekommen. „Wir brauchen Räume für G 9“, betont Röhrkasten. Die Botschaft signalisiere sie immer wieder, diese sei aber ignoriert worden. Als sie vor mehreren Jahren auf das Raumthema hingewiesen habe, sei – mit Verweis auf die Statistik mit sich stark reduzierenden Schülerzahlen – argumentiert worden, dass keine zusätzlichen Räume nötig seien. Sie habe stets auf Neue betont, dass die Schule nicht so viele Schüler verlieren werde. Auch die Konkurrenzsituation mit der Hauptschule und der IGS habe sich als nicht so massiv herausgestellt wie gedacht.

Vor einem Jahr wurde die Raumnot-Thematik laut Röhrkasten dann noch deutlicher, vor einem halben Jahr hätten sich Überlegungen in Richtung Anbau zerschlagen, da keine Grundstücke mehr zur Verfügung stehen. Das Aufsetzen von weiteren Etagen sei inzwischen auch nicht mehr möglich.

„Wir hoffen nun, dass die Schülerzahl sich nicht noch weiter erhöht“, sagt die Schulleiterin. Nur wenn die Schule – gemäß Röhrkastens Prognose – im Schnitt fünfzügig bleibt, entsteht nicht noch zusätzlicher Raumbedarf.

Vom Landkreis, als Träger fürs Gymnasium zuständig, war Freitag bis Redaktionsschluss keine Stellungnahme zu eventuell geplanten Maßnahmen zu bekommen. VON PAUL GERLACH

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