„Wall zum Schutz der Anwohner“

Hankensbütteler Rat stimmt neuem Baugebiet „Hinter den Gärten“ in Emmen zu

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Grünes Licht für das neue Baugebiet „Hinter den Gärten“ in Emmen gab jetzt der Hankensbütteler Rat.

Emmen. Mancher hatte gehofft, man würde ohne Wall auskommen – nun kommt er doch. Der Hankensbütteler Rat stimmte jetzt einmütig dem Entwurf des Bebauungsplanes „Hinter den Gärten“ in Emmen zu.

Das Baugebiet mit etwa 25 Bauplätzen wird, wie schon ursprünglich geplant, ein reines Wohngebiet werden. Damit wird auch das Errichten eines Lärmschutzwalles notwendig. Dieser muss nahezu die Höhe der zu schützenden Gebäude erreichen. Die Zahl der Vollgeschosse wird daher am südlichen Ende des Baugebietes – in Richtung des Lohnunternehmens Busse – auf eins als Höchstmaß verringert. Davon sind zwei Bauplätzen betroffen, auf der restlichen Fläche ist Zweigeschossigkeit erlaubt.

„Der Wall erstaunt mich“, sagte Ingrid Wrede (FDP) bei der Ratssitzung. Sie wäre lieber ohne Wall ausgekommen, klang deutlich durch. Christian Speitling (CDU) unterstrich, dass es sich bei dem Wall immerhin nicht um eine Lärmschutzwand handele. „Der Wall ist zum Schutz der Anwohner, ihm kommt eine Schutzfunktion zu“, sagte Heinz Gödecke von der Verwaltung.

„Eine Ausweisung als Mischgebiet hat sich erledigt“, sagte Bürgermeister Dirk Köllner. Nach Rücksprache mit dem Landkreis würde sowohl auf Ministeriumsebene als auch bei den Gerichten derzeit genau auf dieses Thema sehr stark geachtet. Das gelte auch für die Landkreisverwaltung selbst. Dies hätte laut Köllner zur Folge gehabt, dass bei einer Ausweisung als Mischgebiet entweder nur Häuser mit Mischnutzung bis zu einer gewissen Prozentgrenze erlaubt worden wären oder alle Anträge nicht genehmigt worden wären. „Daraus wäre also ein großer Zeitverlust entstanden“, so Köllner. Momentan sei das Ganze ein großes Thema im Bauamt. „Es wäre ein Etikettenschwindel. Damit kommen wir nicht durch.“

Der Entwurf des Bebauungsplanes wird nun mindestens 30 Tage öffentlich ausgelegt. Gleichzeitig sollen die Träger öffentlicher Belange beteiligt werden.

Die Fläche des Baugebietes wird derzeit landwirtschaftlich genutzt. Die Planung der neuen Wohnbaufläche erfolgt in Abstimmung mit dem Landwirt.

Von Paul Gerlach

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