Einrichtung bei Alt-Isenhagen eröffnet: Natur, Umwelt und tiergestützte Pädagogik im Mittelpunkt

Waldkita mit Dackel am Kanal

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Eine Menge helfender Hände trug dazu bei, dass die Waldkita bei Alt-Isenhagen innerhalb von nur knapp fünf Monaten her- und eingerichtet werden konnte. Gestern wurde sie offiziell eröffnet, sie ist seit einer Woche in Betrieb. Zum Start gab es drei Hochbeete, die die Samtgemeinde Hankensbüttel zum Selbstkostenpreis bei der Wittinger Integrationswerkstatt erworben hat.

Alt-Isenhagen. Marion Wallmann-Dreyer redete nicht lange um den heißen Brei herum: „Die Umgebung ist sehr schön. “ Die Leiterin der DRK-Kita Hankensbüttel 2 zeigte sich mit dem Standort der Waldkita am Elbe-Seitenkanal bei Alt-Isenhagen sehr zufrieden.

Die Waldkita – 16 von 25 Plätzen sind bereits belegt – wird an die DRK-Kita 2 angedockt sein.

So sieht der Gruppenraum der Waldkita aus: Er ist laut DRK-Angaben genauso ausgestattet, wie es in einer Regel-Kita der Fall ist.

Zwei Besonderheiten stechen – abgesehen von dem mit Natur-, Umwelt- und tiergestützter Pädagogik gespickten Ansatz – heraus. So wurde die Kita im Wald, für die es Ende Mai erste Ideen gegeben hatte, innerhalb von nur knapp fünf Monaten her- und eingerichtet – auch dank einer Ausnahmegenehmigung durch das Bauamt des Landkreises und durch eine enge Zusammenarbeit der verschiedenen Behörden und Institutionen. „Eine Glanzleistung der Firmen und Mitarbeiter des Bauhofes“, lobte Heinz Gödecke von der Verwaltung. Zudem steht die Waldkita auf dem Gebiet der Stadt Wittingen. Stadtbürgermeister Karl Ridder setzte sich mit dafür ein, dass das ehemalige Vereinsheim eines Motorsportbootklubs umgenutzt werden konnte.

Bei der gestrigen Eröffnung war keines der Kinder dabei, die die Kita seit einer Woche besuchen: Die zwei Erzieherinnen sind erkrankt, sodass sie auf die Kitas in der Umgebung verteilt werden mussten.

Auf der gegenüberliegenden Kanalseite laufen derzeit die Arbeiten am Schiffsanleger. Doch nicht nur dafür und für die regelmäßig vorbeiziehenden Boote werden die Kinder der „Ameisenhaufen“-Gruppe Augen haben: Dackel Eddy wird an drei Tagen in der Woche in der Kita eingesetzt. Denn Heilerziehungspflegerin Sarah Behrendt ist in tiergestützter Pädagogik ausgebildet und Erzieherin Claudia Fäsche in Natur- und Umweltpädagogik.

„Ich freue mich, dass das Vorhaben Waldkita gelungen ist“, sagte Andreas Kuers, 1. stellvertretender Samtgemeindebürgermeister, der der Verwaltung für ihre Arbeit dankte. Auch Wallmann-Dreyer drückte ihre Freude darüber aus, dass das Konzept umgesetzt werden konnte. „Hier ist etwas entstanden.“ Karin Single vom DRK-Kreisverband Gifhorn betonte, dass Eltern sich jährlich dazu entscheiden könnten, dass ihre Kinder für ein Jahr in der Waldkita betreut werden. „Durch den Wald und durch Eddy ist sie etwas Besonderes.“

Von Paul Gerlach

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