Hubschrauber bis nächste Woche in den Gemarkungen Sprakensehl und Bokel im Einsatz / Betretungsverbot in betroffenen Gebieten

Waldkalkung gegen Versäuerung des Oberbodens

+
Genau wie im vergangenen Jahr erfolgt die Waldkalkung in den Gemarkungen Sprakensehl und Bokel mit einem Hubschrauber.

Sprakensehl/Bokel. Im Forstamt Südostheide der Landwirtschaftskammer Niedersachsen findet in der Bezirksförsterei Sprakensehl-Ost eine Waldkalkung statt.

Diese hat bereits am Dienstag begonnen und wird, wie Bezirksförster Sönke Hogreve erläutert, voraussichtlich eine Woche andauern.

Betroffen sind rund 200 Hektar in den Gemarkungen Sprakensehl und Bokel. „Durch bodenkundliche Untersuchungen wurde eine Versauerung des Oberbodens festgestellt. Der Grund dafür sind Säure- und Stickstoffeinträge aus der Luft, die sich in großen Mengen in den Böden angereichert haben“, berichtet Hogreve. Die Menge dieser Einträge liege über dem natürlichen Puffervermögen einiger Waldstandorte. Ist dieses natürliche Puffersystem durch einen erhöhten Säureeintrag gestört, ist der Boden „krank“ und die meisten Pflanzen können nicht mehr ausreichend wachsen.

Um der starken Bodenversauerung entgegenzuwirken, werden Kalkungen vorgenommen. Das natürliche und effektivste Vorbeuge- und Heilmittel gegen die Übersäuerung der Waldböden ist kohlesaurer Magnesiumkalk. Er neutralisiert Säureeinträge und hebt den pH-Wert des Bodens.

Die Waldkalkung erfolgt – genau wie im vergangenen Jahr – mittels Hubschrauber. GPS-gestützte digitale Karten zeigen dem Piloten im Helikopter genau, welche Bereiche eines Waldgebiets zu kalken sind und welche ausgespart werden – zum Beispiel Gewässer und sensitive Naturschutzbereiche. Durch diese Technik lassen sich punktgenaue Kalkungen umsetzen. Daher bedarf es nur geringer Abstände zu den Flächen, die nicht gekalkt werden sollen. Beeinträchtigungen Dritter können so vermieden werden.

Allerdings, so der Bezirksförster, kann es immer wieder zu kurzzeitigen Wegesperrungen kommen, und die betroffenen Waldgebiete sollten während der Kalkungsmaßnahme nicht betretten werden. Dafür bittet das Forstamt um Verständnis.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare