Technisch und personell alles vorbereitet

Waldbad in Hankensbüttel: Hoffen auf einen baldigen Start

Die Hankensbütteler Schwimmmeister Richard Mathis (l.) und Patrick Westädt (r.) sowie Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel.
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Sie hoffen auf einen baldigen Start der Saison im Hankensbütteler Waldbad, wenn die Corona-Entwicklung dies zulassen sollte: die Hankensbütteler Schwimmmeister Richard Mathis (l.) und Patrick Westädt (r.) sowie Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel.
  • Paul Gerlach
    vonPaul Gerlach
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Hankensbüttel – Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blickt man in der Samtgemeinde Hankensbüttel auf die bevorstehende Saison im Waldbad. Natürlich ist die Vorfreude groß, aber ein Start ist in nächster Zeit noch nicht abzusehen, mit einer Eröffnung traditionell Anfang Mai wird es definitiv nichts. „Eine Öffnung ist kurzfristig wegen der Corona-Regeln auf Bundes- und Landesebene noch nicht möglich“, bedauert Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel.

Dabei wäre für den Start theoretisch alles vorbereitet. Sobald geöffnet werden darf und es vom Gesundheitsamt ein entsprechendes Signal gibt, soll dies zeitnah geschehen. Die Becken werden allerdings aktuell nicht beheizt, um keine Energie zu verschwenden. Daher ist nach dem grünen Licht zwangsläufig noch ein Vorlauf von 14 Tagen vor der Eröffnung nötig, erläutert Taebel. Ein guter, gesicherter Start sei das Ziel. Dabei könne man voraussichtlich – 100-prozentig sicher ist das noch nicht – auf das Hygienekonzept aus dem vergangenen Jahr zurückgreifen, dies habe sich bewährt und eingespielt. Da der Inzidenzwert für den Kreis aktuell sinkt, hofft der Verwaltungs-Chef, dass bald gelockert werden kann.

In diesen Tagen stehen noch ein paar letzte Erneuerungsarbeiten an, dann wird auch die Mess- und Regeltechnik auf dem neuesten technischen Stand sein. „Es sieht nicht nach Problemen aus“, freut sich Schwimmmeister Patrick Westädt, dass im technischen Bereich alles läuft. Das bereits gefüllte Schwimmerbecken verliere kein Wasser. Das Kinderschwimmbecken wurde am Dienstag gefüllt, zuletzt folgt dann noch das Planschbecken.

Mit dem Jahreskarten-Verkauf ist aus diesen Gründen noch nicht gestartet worden, auch wenn es bei der Verwaltung schon Anfragen gab. Der Verkauf soll dann während des Vorlaufes zur Eröffnung kurzerhand und flexibel umgesetzt werden. Wenn der Start deutlich später – also etwa erst am 1. Juni – erfolgt, will die Verwaltung den Schwimmern beim Preis aufgrund der entgangenen Schwimmzeiten entgegenkommen.

Personell ist das Waldbad für viele Jahre gut aufgestellt. Richard Mathis, schon bisher Teil des Teams mit Westädt und Tim Hallmann als Auszubildendem zum Fachangestellten für Bäderbetriebe, hat erfolgreich die Prüfung zum Schwimmmeister mit der Note „sehr gut“ absolviert. Taebel gratulierte ihm im Namen der Politik sowie der Verwaltung und überreichte ihm eine Wundertüte als kleines Geschenk. Mathis dankte dafür, dass ihm diese Möglichkeit gegeben wurde.

Alle Beteiligten wollen die Menschen bald wieder fröhlich baden sehen. „Wir möchten die Anlage nutzen und den Kindern das Schwimmen beibringen“, hält Mathis fest. Dieser Punkt sei sehr wichtig und dürfe nicht durch Corona zum Erliegen kommen. „Es wird sonst nicht besser“, warnt er in Sachen Schwimm-Ausbildung.

Im Bistro des Waldbades ist man schon hochmotiviert, unter Einhaltung der Corona-Regeln wieder loszulegen. Der Förderverein Waldbad Hankensbüttel hat eine Doppelschaukel und eine Nestschaukel gesponsert, der Bauhof stellt sie auf. Der plötzliche Tod von Bauhof-Mitarbeiter Juri Gontar habe alle tief getroffen, man wünsche der Familie viel Kraft, betont Taebel. Vor allem bei den Arbeiten rund um „sein“ Waldbad habe Gontar viel bewirkt. Teils habe Gontar auch Aufsicht am Nichtschwimmerbecken geführt, wenn dies nötig war.

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