Hankensbüttel: 44.444er-Marke wird in Kürze geknackt / Zusatzreinigungen nötig / Saisonabschluss am 15. September

Waldbad: Besucherplus deckt Mehrkosten

Die jungen und alten Besucher im Hankensbütteler Waldbad können sich freuen: Die Saison endet in diesem Jahr erst am 15. September.

Hankensbüttel. Mehr Kosten, aber auch mehr Einnahmen: Heinz Gödecke von der Verwaltung berichtete bei der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses der Samtgemeinde Hankensbüttel, dass durch die hohen Besucherzahlen im Waldbad Mehrausgaben angefallen sind.

Die mehr als 43.367 Gäste bisher in diesem Sommer – offizieller Stand am Sonntagabend – zogen einen verstärkten Chlor-Einsatz, mehr Wasserzufuhr und einen höheren Abwasseranteil nach sich.

Die Unterhaltungskosten würden somit um rund 16.000 Euro ansteigen. Am Ende – davon geht die Verwaltung aus – soll das Ganze aber ein Nullsummenspiel sein.

„Es wurden Zusatzreinigungen nötig“, erläuterte Gödecke. „Wir haben alles getan, was nötig war“, sagte er mit Blick auf den Besucherzustrom. „Das hat uns etwas gekostet.“ Bislang hatte man im Rathaus mit Einnahmen von 60.000 Euro gerechnet, durch das Plus bei den Besucherzahlen sind aber schon jetzt 75.800 Euro hereingekommen. Die Mehreinnahmen und Mehrausgaben gleichen sich somit aus.

Der Saisonabschluss im Waldbad ist für Samstag, 15. September, geplant: So lange bleibt das Bad noch offen. Laut Rathaus-Chef Andreas Taebel ist das Datum ein guter Kompromiss, es liege schon 14 Tage später als sonst. Das Bad darüber hinaus noch länger offen zu halten, sei nicht mehr wirtschaftlich. „Nach den Sommerferien werden die Personalkosten nicht mehr abgedeckt.“ Ingrid Wrede (FDP) wies daraufhin, dass die Durchwatebecken nicht mehr angenehm zu nutzen seien. „Das muss gemacht werden.“ Sie regte zudem erneut an, eine Reklametafel für das Bad am Orts- ein- beziehungsweise -ausgang aufzustellen. Zudem seien die Stühle fürs Bistro nicht mehr einladend. „Sie sehen schäbig aus.“ Beide Maßnahmen sollten für 2019 eingeplant werden.

Gödecke sagte dazu, dass er hoffe, dass sich der Förderverein fürs Waldbad weiter etabliere. Im nächsten Jahr sollen Sonnenliegen, Sonnenschirme und auch eine neue Bestuhlung angeschafft werden. „Der Förderverein will sich beteiligen, es gibt Gespräche“, sagt Gödecke.

Der Sportsolarboden aus Gummi ums Schwimmerbecken herum ist brüchig und rissig. Er sollte ausgetauscht werden, 50.000 Euro waren im Haushalt dafür veranschlagt worden (das IK berichtete). „Wir wollten das machen, aber es gibt nur wenige Anbieter“, sagte Gödecke. Eine zweite Firma solle sich daher das Ganze vor Ort noch mal anschauen. Die 50.000 Euro sollen daher als Haushaltsrest in 2019 übertragen werden. „Der Gummibelag reißt eben irgendwann“, so Gödecke.

Thomas Sordel (SPD) schlug vor, zwei kleine Sichtschutze zum Umziehen auf dem Gelände aufzustellen – einen im Bereich des Nichtschwimmerbeckens und einen an den Liegewiesen am Volleyballplatz.

• Die Marke von 44.444 Besucher in dieser Saison noch zu erreichen, ist das persönliche Ziel von Schwimmmeister Patrick Westädt – und es sieht gut aus. Das Wetter soll in den nächsten Tagen noch gut mitspielen und das Waldbad profitiert davon, dass einige Bäder in der Region für diese Saison zuletzt geschlossen wurden. „Wir haben derzeit viele Besucher aus dem Landkreis und der näheren Umgebung“, sagt Westädt.

Von Paul Gerlach

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare zu diesem Artikel